1.03 Trier-Pfalzel an der Mosel Schiffahrt Radwege Koblenz Sauerzapf Fahrplan Restaurant Cochem Schiffsanlegestelle Dagobert römischer Moselschiffahrt Bernkastel Gartenpavillon Grundriß Adela Schifffahrt karolingische Zur Lauben Personenschifffahrt Schiff Sulzbach Kirche Wohnungen Kaiser Völkerwanderung Buch Kirchen Hessen Igeler Säule Obermosel Jahhundert Jahrhundert Westseite Madonna Monstranzen Palast Februar Detzem Schleusen Pippin Wohnanlagen Bauten Schleuse Merowingische König Urkunde Kanalisation unregelmäßiges Sechseck Pankratius Beichtstühle Trittenheim Ansichtskarte Kind Grabmal Rhein Neumagen-Dhron Moseltouren |
| 1.03 Trier-Pfalzel
Der Trierer Vorort Pfalzel liegt ca. 6 km moselabwärts von Trier am linken Moselufer. Die Entfernung nach Bernkastel-Kues
beträgt etwa 52 km. Die Mosel legt von Trier-Pfalzel bis zu ihrer Mündung in den Rhein
am Deutschen Eck in Koblenz
eine Strecke von 187 km zurück. Trotz der Zugehörigkeit zur Großstadt hat sich der Ort
seinen dörflichen Charakter weitgehend bewahrt. In den engen Gassen des Ortskerns gibt es
viele gut erhaltene Häuser und Bauten aus verschiedenen Jahrhunderten (vorwiegend 16. bis
18. Jahrhundert) zu entdecken. Teilweise informieren Schautafeln an den Hauswänden über
die historische Bedeutung der Gebäude.
Zur Geschichte Der Ortsname leitet sch von dem lateinischen Wort "palatiolum" (Palästchen) ab. Zu römischer Zeit befand sich hier ein Sommersitz römischer Kaiser und Präfekten, der wahrscheinlich von Kaiser Julian im 4. Jahrhundert errichtet worden war. Die Frankenkönige nutzten später die Anlage, um darin eine Burg zu erbauen. Mehrere merowingische und karolingische Herrscher hielten hier gelegentlich Hof. Um 690 erhielt Adula [ Adela ], die Tochter des Frankenkönigs [
Merowingerkönig ] Dagobert II. (König 2. Februar 656, abgesetzt 660/661 und 676 bis
679), den inzwischen im Verfall befindlichen Bau als Geschenk von Pippin II. (*um 640,
16. Dezember 714), um dort ein Benediktinerinnenkonvent zu gründen. Im Mittelalter und bis zum Ende des Kurstaats von Trier war Pfalzel ein kurfürstliches Amt, von dem aus
über 100 Orte verwaltet wurden. 1522 wurde Pfalzel von dem gewalttätigen Markgrafen
Albrecht von Brandenburg niedergebrannt. Die mittelalterliche Stadtbefestigung aus dem 14.
Jahrhundert wurde zwischen 1530 und 1540 durch eine neuzeitliche Ringmauer mit
Geschützbastionen ersetzt. 1673 wurde sie von den Franzosen zerstört. Römischer Palast Von dem spätrömischen Palast sind heute noch Mauerreste im Ortskern erhalten.
Ursprünglich war die römische Anlage ein bedeutender Rechteckbau, der um einen
kreuzgangartigen Innenhof angelegt war. An den Außenseiten ragten jeweils drei turmartige
Risalite empor. Der Eingang zu dem Palast lag im Mittelrisalit der Westseite. Aus römischer Zeit stammt auch das älteste bewohnte Steinhaus Deutschlands (4. Jahrhundert). Es steht am Kirchplatz. Ehemalige Ortsbefestigung Die erste Ummauerung Pfalzels aus dem 14. Jahrhundert wurde im 16. Jahrhundert
unter Erzbischof Johann III. von Metzenhausen (Kurfürst 27. März 1531, 22. Juli
1540) verstärkt. Ein Wappenstein mit der Jahreszahl 1539 erinnert an die Fertigstellung.
Trotz der Zerstörung der Ringmauer durch die Franzosen 1673 ist bis heute noch ein guter
Teil erhalten. Pfarrkirche St. Maria (ehemalige Stiftskirche) Die ehemalige Stiftskirche dient heute als katholische Pfarrkirche. Sie ist eine
der ältesten Kirchen Deutschlands. So, wie sich das Gotteshaus heute präsentiert,
verbindet sie Bauelemente vieler Epochen. Das Kircheninnere birgt wertvolle Ausstattungsstücke. Der kunstvolle
Tabernakelschrein ist mit verschiedenen biblischen Motiven versehen. An den Seiten erkennt
man das Mannawunder in der Wüste, Mose, der das Wasser aus dem Felsen schlägt, die
wunderbare Brotvermehrung und die Speisung der Menge. Auf dem Schrein ist Christus in der
Kelter zu sehen, ein beliebtes Motiv in Weingegenden wie die Moselregion. Ehemaliges Stiftsgebäude Die nicht zur Kirche gehörenden Teile des römischen Palastes dienten ursprünglich als Klostergebäude und später als Stiftsgebäude. Im 16. Jahrhundert ließ der Erzbischof von Trier Richard von Greiffenklau (*1467, Kurfürst 14. Mai 1511, 13. März 1531) einen Kreuzgang mit Wohngebäuden an die Kirche bauen. Im Zuge der Säkularisation wurde das Stift aufgelöst. In den 1980er Jahren schuf man aus dem ehemaligen Stiftsgebäude sechs Wohnungen. Die südliche Giebelwand ist noch in Teilen den römischen Palastmauern zugehörig. Im Gewölbekeller des Stifts ist heute ein Restaurant untergebracht. Die ehemalige Nikolauskapelle, die als Pfarrkirche der Stiftsangehörigen diente, ist heute eine Kriegergedächtnisstätte. Weitere sehenswerte Gebäude in Pfalzel sind das ehemalige kurtrierische Amtshaus, das heute als Rathaus dient, das ehemalige Gerichtshaus in der Münzstraße und verschiedene alte Wohnhäuser, vorwiegend in der Stiftsstraße. Tourismusangebote Gut ausgebaute Radwege ermöglichen von Pfalzel aus in beiden Richtungen entlang der Mosel schöne Ausflüge mit dem Fahrrad. Moselaufwärts führt der Weg über Trier-Biewer zum Lustschloß Monaise oder noch weiter zur Igeler Säule, der ältesten Grabessäule nördlich der Alpen (250 n. Chr.). Moselabwärts geht es über Trier-Ehrang mit Burg Ramstein, Trier-Quint nach Issel und Schweich. Will man auf die andere Moselseite, kann man nördlich von Pfalzel auf einer Brücke den Fluß in Richtung Trier-Ruwer und Kenn überqueren. Lohnenswert ist auch ein Fahrradausflug ins Kylltal, das kurz vor Trier-Ehrang ins Moseltal ausläuft, bis hinauf zur Burg Ramstein. Selbstverständlich bietet sich das Kylltal auch für Wanderungen an. Trier-Pfalzel verfügt auch über eine Anlegestelle für Personenschifffahrt auf der Mosel. Zwischen Trier und Bernkastel-Kues bestehen während der Saison immer wieder Möglichkeiten, eine kurze Schiffahrt oder eine längere Schiffsreise zu unternehmen. Von Mitte Mai bis 1. Oktober verkehren unter anderem jeden Dienstag Fahrgastschiffe in beiden Richtungen. Von Trier-Pfalzel aus startet ein Schiff gegen 9.30 Uhr in Richtung Bernkastel-Kues (unverbindliche Angaben). Genaue Zeitangaben sind dem Fahrplan vor Ort zu entnehmen.
Trier an der Mosel | Porta Nigra | Amphitheather | Kaiserthermen | Palastaula | Kurfürstliches Palais | Dom St. Peter | Liebfrauenkirche | Marktkirche St. Gangolf | Hauptmarkt Marktplatz | Kloster St. Matthias | Stiftskirche St. Paulin | Simeonstift | Biewer | Pfalzel | Ruwer | Ehrang | Burg Ramstein | Kenn | Quint
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der Mosel nach Cochem 3 Von Cochem an der Mosel nach
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