2.25 Neef an der Mosel Fahrradtour Wohnmobil Koblenz Puppenmuseum Trier Stellplatz Rhein Wohnmobilstellplatz Ofenmuseum Grillhütten Bullay Luxemburg Kanonenofen Cochem Wochenende Bau Gußeisenöfen Herren Radweg Klosterruine Stuben Kloster Peterskapelle Weinfeste alte Ediger-Eller Moselbrücke Wappen Gondorf Metzenhausen Heinsberg getafelte Paul Verkehrsanbindungen Brücke Krone Frauenberg Matthiaskapelle Peter Kobern Ferienwohngen Enkirch Pfarrkirche Gymnich Scheid Lösnich Moselradweg Schloss Moselschleife Paxtafel Neefer Jahreskalender

2.25 Neef

Der staatlich anerkannte Fremdenverkehrsort Neef liegt, umgeben von Weinreben, am rechten Ufer der Mosel, gleich unterhalb der Staustufe St. Aldegund. Die Entfernung nach Bernkastel-Kues beträgt etwa 56 km, nach Cochem ca. 27 km. Verwaltungsmäßig gehört Neef zur Verbandsgemeinde Zell im Landkreis Cochem-Zell. Die Mosel legt von Neef bis zu ihrer Mündung in den Rhein am Deutschen Eck in Koblenz eine Strecke von 78 km zurück.

Die am häufigsten angebaute Rebsorte des kleinen Winzerdorfes ist der Riesling. In der Toplage "Neefer Frauenberg" wachsen Moselweine der gehobenen Klasse. "Petersberg" und "Rosenberg" heißen die weiteren Weinlagen, in denen ebenfalls hervorragender Moselwein reift. Sie gehören zur Großlage "Grafschaft", zu der auch die Weinlagen der Moselorte Bullay, Alf, St. Aldegund, Bremm, Ediger-Eller und Nehren gehören.

Neef verfügt über günstige Verkehrsanbindungen. Die Kreisstraße führt, von Bullay herkommend, über eine Moselbrücke zur Bundesstraße 49 auf der gegenüberliegenden Moselseite. Allerdings verläuft rechts der Mosel flußabwärts keine Straße mehr von Neef aus. Der Ort hat auch eine eigene Bahnstation an der Strecke TrierKoblenz. Oberhalb von Neef verschwindet die Eisenbahn im Tunnel des Petersberges, der nicht mit dem Petersberg auf dem Zeller Hamm zu verwechseln ist, auf dem sich die Marienburg erhebt.

Bahnstationen an der Moselstrecke sind: Koblenz Hbf | Koblenz-Moselweiß | Güls (Kr Koblenz) | Winningen (Mosel) | Kobern-Gondorf | Lehmen | Kattenes | Löf | Hatzenport | Moselkern | Müden (Mosel) | Treis-Karden | Pommern (Mosel) | Klotten | Cochem (Mosel) | Ediger-Eller | Neef | Bullay (DB) | Bengel | Ürzig (DB) | Wittlich Hbf | Salmrohr | Sehlem (Kr Wittlich) | Hetzerath | Föhren | Schweich (DB) | Quint | Ehrang Ort | Ehrang | Trier/Mäusheckerweg | Pfalzel | Trier Hbf .

Neef wurde bereits in vorchristlicher Zeit von Kelten und Römern besiedelt. Auch Frankenkönig Dagobert I. (König Frühjahr 623, † 19. Januar 639), König Ludwig der Deutsche (* um 805, † 26. August 876) und Erzbischof von Trier Balduin von Luxemburg (* 1285, Kurfürst 7. Dezember 1307, † 21. Januar 1354) genossen hier das milde Klima.

Bei einem Rundgang durch den Ort gibt es noch manche Spuren zu entdecken, die von einer reichen Geschichte zeugen. Zum Ortsbild von Neef gehören schöne Fachwerkhäuser und verwinkelte Gassen. Sehenswürdigkeiten sind die katholische Pfarrkirche, die romanische Peterskapelle und das Burghaus am Moselufer aus dem 13. Jahrhundert, eine ehemalige Wasserburg und das Geburtshaus des Kurfürsten von Trier Johann III. von Metzenhausen (Kurfürst 27. März 1531, † 22. Juli 1540). Sie erinneren an die mittelalterliche Blütezeit von Neef.

Ein besonderer Anziehungspunkt ist auch das Ofenmuseum und Puppenmuseum. Lohnenswert ist auch ein kleiner Abstecher zur Klosterruine Stuben, eine Gründung der Abtei Kloster Springiersbach. Sie liegt etwa 1,5 km moselabwärts von Neef auf der Landzunge einer Moselschleife gegenüber von Bremm.

Pfarrkirche St. Peter und Paul

Die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul wurde in den Jahren 1879 und 1880 als neugotischer Saalbau an Stelle einer 1747 errichteten Vorgängerkirche erbaut. Der südlich angebaute, romanische Turm gehörte zu der noch älteren Matthiaskapelle. Er ist an drei Seiten mit Schallöffnungen versehen und wird von einem gotischen achtseitigen Spitzhelm mit zwei Dachfenstern bekrönt. Der Turm ist relatv klein und ragt kaum über die umstehenden Häuser hinaus.

Zu den ältesten Ausstattungsstücken der Kirche gehört ein Vesperbild aus dem 16. Jahrhundert, das vermutlich aus dem nahegelegenen Kloster Stuben stammt. Ein noch älteres Kuzifix aus der Mitte des 15. Jahrhunderts wird im benachbarten Pfarrhaus aufbewahrt. Beachtung verdient auch eine Paxtafel von 1614. Zwischen zwei Säulen ist ein als Reliquiar gestaltetes Oval zu sehen. Auf den Säulen thronen die Heiligen Petrus und Paulus, die ein Rundbogenfeld mit Kreuzigungsszene flankieren. Bekrönt wid die Tafel von St. Michael.

Peterskapelle

Die Peterskapelle liegt herrlich auf dem Petersberg. Bereits um 1190 wurde eine St. Peter geweihte Vorgängerkapelle erwähnt. Sie wurde als alte Pfarrkirche von Neef dem Kloster Stuben durch Erzbischof von Trier Johann I. (* um 1140, Erzbischof 1190, †15. Juli 1212) einverleibt. Nach mehreren Jahrhunderten wurde die Kapelle so baufällig, daß ein Neubau notwendig wurde. Das neue Gotteshaus sollte jedoch im Ort errichtet werden.

Für die Beschaffung des Baumaterials, so heißt es, waren alle Dorfbewohner auf den Beinen. Aber wie erstaunte man, als man eines Morgens das zusammengebrachte Baumaterial oben auf dem Berg fand. Zunächst vermutete man, daß Böswillige sich den Spaß machten, die Anstrengungen der Dorfbewohner zu verspotten. Da sich das Ereignis mehrfach wiederholte, beschlossen mutige Männer, in der Nacht Wache zu halten. Doch was sie dann erblickten, waren keine menschlichen Räuber, sondern Engel, die vom Mitternachtshimmel herniederstiegen und in Windeseile alles hinauf zu der auserwählten Stelle schafften. Jetzt erst erkannte man den Willen des Himmels und errichtete die neue Peterskapelle an alter Stelle.

Der heutige Bau stammt größtenteils aus dem 16. und 17. Jahrhundert, der flachschließende Chor teilweise noch aus dem 12. oder 13. Jahrhundert. Das rechteckige Langhaus und der Chor werden von einem Tonnengewölbe überspannt. Auf dem Satteldach des Langhauses erhebt sich an der Ostseite ein Dachreiter mit vierseitigem Helm.

Sehenswert ist vor allem der Steinaltar aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, der sehr schön mit Knorpelwerkornamentik geschmückt ist. Das Relief in der Mitte zwischen gedrehten Säulen zeigt die Kreuzabnahme. Die beiden Seitenfiguren stellen Petrus und Paulus dar. Das obere Auferstehungsrelief wird von Figuren der Heiligen Sebastian und Rochus flankiert. Beachtung verdienen auch ein Vesperbild aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts sowie das Bildwerk "Christus am Ölberg" aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Burghaus

Das früher mit Wall und Graben umgürtete Burghaus wurde 1246 erstmals genannt, als es aus dem Besitz des Heinrich von Heinsberg in den seines Bruders Simon von Sponheim überging. Seit der Mitte des 15. Jahrhunderts war die Burg ein kurtrierisches Lehen der Herren von Metzenhausen. Unter den Nachfolgern des dort im Jahre 1492 geborenen Kurfürsten von Trier Johann III. von Metzenhausen († 22. Juli 1540) wurde das Anwesen teilweise neu errichtet und Anfang des 18. Jahrhunderts umgebaut. Nach dem Aussterben des Geschlechts von Metzenhausen 1750 kam das Burghaus in den Besitz der Beissel von Gymnich in Bullay. 1778 wurde es an Bürger versteigert. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erhielt das Gebäude einen Anbau an der Vorderseite.

Das spätromanische Wohnhaus ist ein zweigeschossiger Bau mit steilem Walmdach. In beiden Geschossen sind die Kleeblattbogenrahmen der romanischen Fenster erhalten. Der Keller wird von acht Kreuzgewölben überspannt, die auf rechteckigen Pfeilern ruhen. Das Sandsteinportal an der Vorderseite wird bekrönt von zwei gebrochenen Volutengiebeln, die ein abgemeißeltes Wappen unter einer fünfzackigen Krone einrahmen. Der rechteckige Erker daneben ist mit einem Fensterpaar und einem Einzelfenster versehen. Das Innere des Erkers zeigt ein kunstvolles spätgotisches Rippengewölbe. Im Mittelflur führt eine einläufige Holztreppe zum oberen Saal.

Ofenmuseum und Puppenmuseum

Unweit des Burghauses befindet sich das interessante Ofenmuseum und Puppenmuseum. Es ist in einem hübsch restaurierten Fachwerkhäuschen untergebracht. Vor der Tür lädt ein kuscheliger Teddybär zum Besuch ein. Gezeigt werden rund 60 Gußeisenöfen aus drei Jahrhunderten, vom Kanonenofen bis zum Schrankofen, alte Hausgeräte, ca. 350 Puppen, 120 Teddybären sowie Holz- und Blechspielzeug.
Öffnungszeiten: Juni bis Oktober täglich von 10 bis 14 Uhr, von November bis März nach Vereinbarung (Stand Mai 2014 2015).

Tourismusangebote

Neef bildet einen hervorragenden Ausgangspunkt für Ausflüge in die Natur. Es bestehen fünf markierte Wanderwege mit einer Gesamtlänge von ca. 70 km, die zu Schutzhütten, Grillhütten und Aussichtspunkten führen. Besonders lohnenswert ist der Aufstieg zum Aussichtspunkt "Eulenköpfchen" auf dem Petersberg, dem Hausberg von Neef. Von der Aussichtskanzel genießt man einen herrlichen Rundblick über die gesamte Bremmer Moselschleife mit den steilsten Weinbergen der Mosel sowie über die Winzerorte Alf und St. Aldegund bis hin zum "Prinzenkopf" auf dem Petersberg im Zeller Hamm. Hier befand sich auch zwischen 270 und 405 n. Chr. eine römische Bergbefestigung.

Sehr reizvoll ist auch eine Fahrradtour durch das romantische Moseltal. Flußaufwärts führt der Moselradweg nach Bullay, Merl und Zell. Flußabwärts bedeutet auf der rechten Moselseite die Klosterruine Stuben die Endstation. Über die Brücke erreicht man jedoch das schräg gegenüberliegende Bremm, von wo aus der Radweg flußabwärts in Richtung Ediger-Eller, Nehren und Senhals weiterverläuft.

Neef verfügt über einen gemeindeeigenen Wohnmobil-Stellplatz mit einem fantastischen Blick durch das Flußtal. Für die kleinen Gäste steht ein Kinderspielplatz in unmittelbarer Nähe zur Verfügung. Zum weiteren touristischen Angebot in Neef gehören Weinproben in einem der Weingüter.

Ideale Wassersport-Möglichkeiten findet man auf der breiten Wasseroberfläche oberhalb der Staustufe St. Aldegund vor. 

Infos zur Moselschiffahrt: www.gruppentickets.de www.ausflugsdampfer.de www.partyschiff.biz www.bordparty.biz

Winzerfeste / Weinfest : Veranstaltungshöhepunkte im Neefer Jahreskalender sind zwei Weinfeste, die zu einem feucht-fröhlichen Weinwochenende einladen, nämlich das Winzerfest und Heimatfest am dritten Wochenende im August und das Straßenweinfest am letzten Wochenende im September.

2 Von Bernkastel-Kues an der Mosel nach Cochem
Mittelmosel

Moseltouren Ein Internet-Reiseführer

 

 

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Moseltouren
Ein Internet-Reiseführer

1 Von Trier an der Mosel nach Bernkastel-Kues
Mittelmosel

2 Von Bernkastel-Kues an der Mosel nach Cochem
Mittelmosel

2.01 Bernkastel-Kues
2.01a Burgruine Landshut
2.02 Graach
2.03 Bernkastel-Kues-Wehlen
2.04 Zeltingen-Rachtig
2.05 Ürzig
2.06 Erden
2.07 Lösnich
2.08 Kinheim-Kindel
2.09 Kröv
2.10 Traben-Trarbach-Wolf
2.11 Traben-Trarbach
2.11a Festung Mont Royal
2.11b Grevenburg
2.11c Starkenburg
2.12 Enkirch
2.13 Burg
2.14 Reil
2.14a Kloster Springiersbach
2.15 Pünderich
2.16 Briedel
2.17 Zell
2.17a Kurfürstliches Schloß
2.18 Zell-Kaimt
2.18a Kloster Marienburg
2.19 Zell-Merl
2.20 Bullay
2.21 Alf
2.22 Burg Arras
2.23 Bad Bertrich
2.24 St. Aldegund
2.25 Neef
2.26 Bremm
2.26a Klosteruine Stuben
2.27 Ediger-Eller
2.28 Nehren
2.29 Senheim
2.30 Senheim-Senhals
2.31 Mesenich
2.32 Briedern
2.33 Ellenz-Poltersdorf
2.34 Beilstein
2.34a Burgruine Beilstein
2.35 Bruttig-Fankel
2.36 Ernst
2.37 Valwig
2.38 Cochem-Sehl
2.39 Cochem-Cond

3 Von Cochem an der Mosel nach Koblenz am Rhein
Untermosel

Fernwanderweg Moselhöhenweg

Moselradweg Mosel-Radweg

Burgen, Festungen und Burgruinen an der Mosel

 

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