3.21 Lehmen an der Mosel Radwandern Rad Maifeld Rhein Koblenz Trier Moselsürsch Mayen Burgen Liomena Ausonius Hatzenport Schifffahrten Weinkönigin flussaufwärts Oberfell Moselhöhenweg Moseltal Kobern-Gondorf Junggesellen Lehmener Razejung Naturschutz Dieblich Fernwanderweg Ausoniusstein Moseltouren Untermosel Reiseführer Basaltkreuz

3.21 Lehmen

Lehmen liegt am linken Moselufer ca. 21 km südwestlich von Koblenz und etwa 35 km nordöstlich von Cochem. Mit den Ortsteilen Moselsürsch und Lehmener Höfe beträgt die Einwohnerzahl etwas über 1200. Das Wohngebiet breitet sich auf verschiedenen Hangebenen aus, und durch ein tief eingeschnittenes Tal zieht sich eine Straße zum Maifeld steil hinauf.
Verwaltungsmäßig gehört Lehmen zur Verbandsgemeinde Untermosel mit dem Verwaltungssitz in Kobern-Gondorf und zum Landkreis Mayen-Koblenz. Die Mosel legt von Lehmen bis zu ihrer Mündung in den Rhein am Deutschen Eck in Koblenz eine Strecke von 20 km zurück. Lehmen hat einen Bahnhof.

Bahnstationen an der Moselstrecke sind: Koblenz Hbf | Koblenz-Moselweiß | Güls (Kr Koblenz) | Winningen (Mosel) | Kobern-Gondorf | Lehmen | Kattenes | Löf | Hatzenport | Moselkern | Müden (Mosel) | Treis-Karden | Pommern (Mosel) | Klotten | Cochem (Mosel) | Ediger-Eller | Neef | Bullay (DB) | Bengel | Ürzig (DB) | Wittlich Hbf | Salmrohr | Sehlem (Kr Wittlich) | Hetzerath | Föhren | Schweich (DB) | Quint | Ehrang Ort | Ehrang | Trier/Mäusheckerweg | Pfalzel | Trier Hbf .

In dem aufstrebenden Weinort und Fremdenverkehrsort begegnet man guterhaltenen Winzerhäusern und Fachwerkhäusern. Moderne und neuzeitliche Gebäude fügen sich harmonisch in das Ortsbild ein. Das örtliche Weinanbaugebiet weist eine Fläche von über 35 ha auf. Die Weintrauben der Lehmener Moselweine reifen in den Weinlagen "Klosterberg", "Würzlay",  "Ausoniusstein" und "Moselsürscher Fahrberg". Sie gehören zur Großlage "Weinhex", zu der auch die Weinlagen der Moselorte Burgen, Hatzenport, Brodenbach, Löf, Alken, Kattenes, Oberfell, Niederfell, Kobern-Gondorf, Dieblich, Winningen, Koblenz-Lay und Koblenz-Güls gehören.

Zur Geschichte

Der Ortsname Lehmen entstammt der keltischen Bezeichnung "Liomena" für "Ulme". Funde von Steinsärgen und Waffen verweisen auch auf eine römische Besiedlung des Ortes. Spätestens im 9. Jahrhundert existierte jedoch keine Siedlung mehr.
Die Entstehung des heutigen Ortes reicht wahrscheinlich ins 10. Jahrhundert zurück. Im Jahre 1067 wurde urkundlich ein "Wingerte in Liemona" erwähnt.
Die Oberlehmener Kirche gehörte bis 1192 zum
Trierer Simeonsstift, bevor sie dann zum Kardener Stift kam. Im Jahre 1516 war der Simeonsstift Grundherr von Lehmen. Hochgerichtsherr war der Erzbischof von Trier.

Romanischer Glockenturm

Zeugen der mittelalterlichen Ortsgeschichte sind ein fünfeckiger Burgturm und ein freistehender romanischer Glockenturm aus dem 12. Jahrhundert. Letzterer ist zugleich das Wahrzeichen Lehmens. Der weithin sichtbare Glockenturm gehörte zur ehemaligen Kirche in Oberlehmen, die 1802 abgerissen wurde. Im obersten der fünf Geschosse befinden sich an jeder Seite je zwei Schallarkaden. Gekrönt wird das Bauwerk von einem romanischen Satteldach, einem der nördlichsten dieser Art auf Türmen.

Pfarrkirche St. Stephan

Die Lehmener katholische Pfarrkirche St. Stephan wurde 1762 anstelle einer Vorgängerkirche erbaut. 1819 und 1937 erfuhr sie jeweils eine Erweiterung. Zur Innenausstattung gehören ein Vesperbild aus dem 18. Jahrhundert, eine Stephanusfigur aus dem Jahre 1670 und eine hl. Barbara aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Letztere gehörte zu einem ehemaligen Seitenaltaraufsatz. Bildwerke dieses Altaraufsatzes befinden sich unter anderem im Mittelrhein-Museum in Koblenz.

An verschiedenen Stellen in und um Lehmen begegnet man Spuren tiefer Volksfömmigkeit. Dazu zählen unter anderem ein Basaltkreuz an einer Hauswand, ein Bildstock vor einer Felswand, ein Heiligenhäuschen auf der Lehmener Höhe, das sich bei einer unter Naturschutz stehenden, alten Linde befindet und ein Feldkreuz aus dem Jahre 1706. Auf der Feldflur trifft man auch auf einen Gedenkstein für den im Jahre 1814 von seinen Freunden ermordeten Junggesellen Joseph Brachtendorf.

Ortsteil Moselsürsch

Der Lehmener Ortsteil Moselsürsch liegt von Lehmen aus in Richtung Münstermaifeld auf der Höhe. Gegenüber einer Schiefergrube erhebt sich das Naturdenkmal Ausoniusstein, das an den römischen Dichter Ausonius aus dem 4. Jahrhundert erinnert. Er soll zeitweise an der Untermosel geweilt haben.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fand man bei Moselsürsch Urnen aus der ausgehenden Steinzeit. Auch Kelten und Römer siedelten hier, bevor ihnen um 500 die Franken folgten.
Die erste schriftliche Erwähnung von Moselsürsch stammt aus dem Jahre 964. Im Mittelalter gehörte der Ort zu Kurtrier, und verschiedene Klöster hatten hier Besitztümer.
In der Zeit der französischen Besatzung ab 1792 wurden die meisten Kirchengüter versteigert.

In der Dorfmitte steht die katholische Pfarrkirche St. Ägidius, die im Jahre 1774 erbaut wurde. In den 1950er Jahren wurde sie erweitert. Beherrscht wird das Gotteshaus von einem wuchtigen Kirchturm mit romanischen Schallarkaden.
Neben dem Altar sind einige Holzfiguren, die die Säulen vor dem Chor bewachen, sehr ansprechbar. Dargestellt sind der Kirchenpatron und Nothelfer Ägidius, der hl. Stephanus und die hl. Barbara. Die Figuren entstammen bäuerlicher Handwerkskunst.

Tourismusangebote

Ein weiteres Wahrzeichen des Ortes ist der sogenannte "Lehmener Razejung", eine Symbolfigur mit einer korbgeflochtenen Kippe auf dem Rücken. Ihm widmen die Lehmener Bürger jedes Jahr am letzten Juniwochenende das Heimatfest und Winzerfest, bei dem die Lehmener Weine reichlich fließen. Hauptperson des Festes ist die Lehmener Weinkönigin.

Neben Schifffahrten und Grillmöglichkeit an Schutzhütten bietet Lehmen auch Freizeitmöglichkeiten sportlicher Art. Dazu zählen Wassersport, Angeln, Wandern zu schönen Aussichtspunkten und Radwandern. Einen ausgefüllten Urlaubstag könnte eine Weinprobe mit Besichtigung einer Weinkellerei beschließen.

Wer sich mit dem Rad oder zu Fuß etwas flußaufwärts bewegt, begegnet dem Naturschutzgebiet Reiherschußinsel in der Mosel. Der Mosel-Fahrradweg führt von Lehmen aus flußaufwärts in Richtung Kattenes, Löf und Hatzenport, flußabwärts in Richtung Kobern-Gondorf und Winningen nach Koblenz.

Durch Lehmen führt auch der Moselhöhenweg. Er ist ein Fernwanderweg, der zwischen Trier und Koblenz auf beiden Seiten der Mosel sowohl durch den Hunsrück als auch durch die Eifel verläuft. Gekennzeichnet ist er durch den Buchstaben "M". Höhepunkte der einzelnen Etappen sind die zahlreichen Burgen und Burgruinen an der Mosel sowie herrliche Aussichtspunkte auf das windungsreiche Moseltal und die romantischen Moselorte. Von Lehmen aus führt der Moselhöhenweg in nordöstlicher Richtung über Kobern-Gondorf und Winningen nach Koblenz-Güls. In südwestlicher Richtung führt es über Burg Bischofstein und Burg Eltz nach Treis-Karden und darüber hinaus.

Moselschifffahrt auf der Untermosel zwischen Cochem und Koblenz

  1. s506kdrs Linienschifffahrt Moselschifffahrt Koblenz-Cochem Koblenz (Rhein), Koblenz-Moselweiß, Winningen, Kobern-Gondorf (Ortsteil Kobern), Schleuse Lehmen, Alken, Brodenbach, Moselkern, Schleuse Müden, Treis-Karden (Ortsteil Treis) und Cochem.
  2. s563arei Linienschifffahrt Untermosel ab Brodenbach und Alken Oberfell, Kattenes, Alken, Löf und Brodenbach.
  3. s563arei Tagesfahrt auf der Untermosel moselaufwärts nach Cochem von Oberfell, Kattenes, Alken, Löf, Brodenbach, Hatzenport, Burgen oder Moselkern nach Cochem
  4. s563arei Tagesfahrt auf der Untermosel moselabwärts nach Koblenz von Brodenbach, Löf, Alken, Kattenes, Oberfell, Kobern-Gondorf, Dieblich, Winningen oder Koblenz-Güls nach Koblenz

Infos zur Moselschiffahrt: www.gruppentickets.de www.ausflugsdampfer.de www.partyschiff.biz www.bordparty.biz

Schiffsanlegestellen der Moselschifffahrt bzw. Schleusen zwischen Cochem und Koblenz: Cochem | Klotten | Pommern | Treis-Karden | Schleuse Müden | Müden | Moselkern | Burgen | Hatzenport | Brodenbach | Löf | Alken | Kattenes | Oberfell | Lehmen | Schleuse Lehmen | Niederfell | Kobern-Gondorf | Dieblich | Winningen | Koblenz-Lay | Koblenz-Güls | Koblenz-Moselweiss | Koblenz-Metternich | Schleuse Koblenz | Koblenz

3 Von Cochem an der Mosel nach Koblenz am Rhein
Untermosel

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Ein Internet-Reiseführer

1 Von Trier an der Mosel nach Bernkastel-Kues
Mittelmosel

2 Von Bernkastel-Kues an der Mosel nach Cochem
Mittelmosel

3 Von Cochem an der Mosel nach Koblenz am Rhein
Untermosel

3.01 Cochem
3.01a Stadtrundgang durch Cochem

3.02 Reichsburg bei Cochem
3.02a Burgruine Winneburg bei Cochem
3.02b Kapuzinerkloster bei Cochem
3.03 Klotten
3.04 Burgruine Coraidelstein
3.05 Pommern
3.06 Treis-Karden
3.07 Müden
3.08 Burg Eltz
3.09 Moselkern
3.10 Burg Pyrmont
3.11 Burgen
3.12 Burg Bischofstein
3.13 Hatzenport
3.14 Brodenbach
3.15 Ehrenburg
3.16 Löf
3.17 Alken
3.18 Burgruine Thurandt
3.19 Kattenes
3.20 Oberfell
3.21 Lehmen
3.22 Niederfell
3.23 Kobern-Gondorf
3.24 Dieblich
3.25 Winningen
3.26 Koblenz-Lay
3.27 Koblenz-Güls
3.28 Koblenz-Moselweiss
3.29 Koblenz-Metternich
3.30 Koblenz 
3.30a Festung Ehrenbreitstein
3.30b Deutsches Eck
3.30c Alte Moselbrücke Deutschherrenhaus Alte Burg
3.30d Stiftskirche St. Kastor
3.30e Stiftskirche St. Florin
3.30f Liebfrauenkirche
3.30g Mittelrheinmuseum
3.30h Kurfürstliches Schloss Theater
3.30i Herz-Jesu-Kirche Christuskirche
3.30j Rheinmuseum Dikasterialgebäude

Fernwanderweg Moselhöhenweg

Moselradweg Mosel-Radweg

Burgen, Festungen und Burgruinen an der Mosel

 

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Stand: Tuesday, 26. April 2016 URL dieser Seite: http://moseltouren.de/3-cochem-koblenz/3-21-lehmen/index.html