3.29 Koblenz-Metternich an der Mosel Wappen Bundeswehr Rübenach Bubenheim Fahrrad Modellflugplatz Stadtteile Koblenzer Grenzau Baptist Marienerscheinung Kirburg Ufer Burg Eltz Lazarett Johann Johannes Dreieinigkeit Pommern Petrus Bundesstrasse Motorboote Marienstätter Hof Deutschland Darstellung Kirche Jahrhundert Erzstift Trier Isenburg Kapelle Rubenach Wasserleitung Untermosel Hatzenport Marienstatt Einwohner Moselbrücke Franz

3.29 Koblenz-Metternich

Metternich liegt am linken Moselufer. Mit dem Pkw zu erreichen ist er über die Bundesstraße 416, die links entlang der Mosel verläuft, über die A 48 aus Richtung Trier kommend und dann der B 9 bis Abfahrt Koblenz-Metternich folgend oder über die A 61, Ausfahrt Koblenz-Metternich in der Nähe des Autobahnkreuzes Koblenz.

Von Koblenz-Metternich gelangt man zur Koblenzer Innenstadt über die B 9, die als vierspurige Straßenbrücke über die Mosel führt. Die Kurt-Schumacher-Brücke verbindet die Koblenzer Stadtteile Metternich und Moselweiß über die Mosel hinweg. Die Mosel legt von Koblenz-Metternich bis zu ihrer Mündung in den Rhein am Deutschen Eck in Koblenz eine Strecke von 3 km zurück.

Vor allem in der Trierer Straße befinden sich einige sehenswerte Fachwerkhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Lohnenswert sind auch Besichtigungen der katholischen Pfarrkirche St. Johann Baptist und des Marienstätter Hofes.
In Koblenz-Metternich befindet sich auch das Bundeswehr-Zentralkrankenhaus (Rübenacher Str. 170). Es ist mit über 700 Betten und allen medizinischen Abteilungen ausgestattet. Damit ist es das größte Lazarett der Bundesrepublik Deutschland.

Zur Geschichte

Funde aus der Steinzeit unterhalb des Kimmelsberges weisen auf eine sehr frühe Besiedlung des Metternicher Raumes hin. Nordwestlich des Stadtteils von Koblenz wurden römische Zeugnisse aus den ersten fünf Jahrhunderten entdeckt. Daß auch die Franken in Metternich ansässig waren, belegen merowingische Grabfunde südwestlich des Ortskerns.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Metternich im Jahre 1140. Bis ins 13. Jahrhundert befand sich Metternich im Besitz der Isenburger. Von da an gehörte es verschiedenen Dynastien, denen der Ort wahrscheinlich durch Erbschaft zugefallen war. Als 1664 mit dem Tod des Grafen Ernst das Geschlecht deren von Isenburg-Grenzau ausstarb, wurde deren Herrschaft als erledigtes Lehen sowohl vom Erzstift Trier als auch von der Kurpfalz eingezogen.

Der letzte Kurfürst von Trier, Clemens Wenzeslaus, machte sich um Metternich verdient, als er zwischen 1783 und 1786 die erste Wasserleitung legen ließ, die vom Kimmelberg über die Moselbrücke in das Ortsinnere führte. Unter französischer Herrschaft wurde Metternich 1801 dem Kanton Rübenach zugeordnet. 1816 kam es an das preußische Amt Ehrenbreitstein. Seit 1937 ist der Ort ein Stadtteil von Koblenz.

Pfarrkirche St. Johann Baptist

In Koblenz-Metternich gab es im Laufe der Geschichte mehrere Kirchenbauten. Wann das erste Gotteshaus errichtet wurde, ist nicht bekannt. Jedenfalls gehörte der Ort schon früh zur Pfarrei Rübenach (heute Koblenz-Rübenach). Aus der Erwähnung eines Pfarrers geht hervor, daß Metternich bereits 1218 eine selbständige Pfarrei war, zu der eine romanische Pfarrkirche gehörte. Das kleine Gotteshaus war eine dreischiffige Pfeilerbasilika mit Emporen und einem quadratischen Chor.
1823 wurde an ihrer Stelle eine dreischiffige Hallenkirche errichtet. Aufgrund des starken Bevölkerungsanstiegs in Metternich – 1910 zählte der Ort über 3600 Einwohner – wurde das Gotteshaus zu klein. Außerdem war es baufällig geworden. Es mußte daher Anfang des 20. Jahrhunderts einem erneuten Neubau weichen.

Die jetzige katholische Pfarrkirche St. Johann Baptist wurde zwischen 1914 und 1916 im neobarocken Stil erbaut. Die Seitenschiffe der Kirche sind verhältnismäßig niedrig. Der quadratische Turm ist wesentlich älter. Er gehörte ursprünglich zu einer Kapelle, die bereits um 1200 bestand. Am Westportal ist ein Dreifaltigkeitsrelief zu sehen.

Sehenswert ist im Innern vor allem der Hochaltaraufsatz aus dem 18. Jahrhundert mit einer Darstellung der Dreieinigkeit und Figuren der Heiligen Franz Xaver und Margareta. Auf dem Ölbild erkennt man den Kirchenpatron Johannes den Täufer. Zu den weiteren Ausstattungsstücken gehören unter anderem verschiedene Bildwerke, darunter ein Vesperbild und Darstellungen von Johannes dem Täufer und den Aposteln Petrus und Paulus, ein Kruzifix aus dem 18. Jahrhundert, die Kanzel und der Taufstein (beide aus dem frühen 18. Jahrhundert).

Marienstätter Hof

Der ehemalige Marienstätter Hof war das Gut eines im Jahre 1212 bei Kirburg (Westerwald) gegründeten Zisterzienserklosters. 1227 erfolgte, nachdem dem damaligen Abt bei einer Marienerscheinung ein neuer Klosterstandort zugewiesen worden war, ein Umzug. Die neue Abtei erhielt den Namen Marienstatt. Eine Blütezeit erlebte die Abtei unter den Äbten Benedikt Bach (1688 bis 1720), Alberich Bergh (1720 bis 1735) und Petrus Emons (1735 bis 1751). Alle drei Äbte zeichneten sich durch eine rege Bautätigkeit aus.

Abt Benedikt Bach ließ im 17. und Anfang des 18. Jahrhundert unter anderem auch den Marienstätter Hof in Metternich bauen.  Er besteht aus mehreren Einzelgebäuden. Neben den Fachwerkbauten gehört auch eine Kapelle zu dem Gebäudekomplex, die jedoch heute keinen geistlichen Zwecken mehr dient. Über dem Hauptportal ist ein Wappen des Abtes Benedikt Bach angebracht, und in einer Nische ist eine Steinmadonna zu sehen. Im Türsturz des ehemaligen Eingangs befindet sich eine Inschrift in lateinischer Sprache mit der Jahreszahl 1713.

Tourismusangebote

Von Koblenz-Metternich aus lassen sich gemütliche Spaziergänge und Wanderungen in die nähere Umgebung unternehmen. Eine schöne Aussicht kann man vom Kimmelberg aus genießen, der in einem etwa 15minütigen Fußweg erstiegen werden kann. Auf dem Kimmelberg steht ein Kriegerdenkmal aus dem Jahre 1913 mit preußischem Adler.

Wer von Koblenz-Metternich reizvolle Ausflüge durch das Moseltal mit dem Fahrrad unternehmen möchte, muß zunächst über die Bundesstraße 416 nach Koblenz-Güls fahren. Dort trifft man auf den Mosel-Fahrradweg, der flußaufwärts nach Winningen, Kobern-Gondorf, Lehmen, Kattenes, Löf und darüber hinaus führt. In Koblenz-Metternich gibt es auch eine Anlegestellen für Motorboote. 

In der Nähe von Koblenz-Metternich gibt es einen Modellflugplatz. Erreichbar ist er von Metternich aus durch den Koblenzer Stadtteil Rübenach, von der B 9 aus kommend über die Stadtteile Bubenheim und Rübenach und von der A 61 über die Abfahrt Koblenz-Metternich in Richtung Rübenach.

Moselschifffahrt auf der Untermosel zwischen Cochem und Koblenz

  1. s506kdrs Linienschifffahrt Moselschifffahrt Koblenz-Cochem Koblenz (Rhein), Koblenz-Moselweiß, Winningen, Kobern-Gondorf (Ortsteil Kobern), Schleuse Lehmen, Alken, Brodenbach, Moselkern, Schleuse Müden, Treis-Karden (Ortsteil Treis) und Cochem.
  2. s563arei Linienschifffahrt Untermosel ab Brodenbach und Alken Oberfell, Kattenes, Alken, Löf und Brodenbach.
  3. s563arei Tagesfahrt auf der Untermosel moselaufwärts nach Cochem von Oberfell, Kattenes, Alken, Löf, Brodenbach, Hatzenport, Burgen oder Moselkern nach Cochem
  4. s563arei Tagesfahrt auf der Untermosel moselabwärts nach Koblenz von Brodenbach, Löf, Alken, Kattenes, Oberfell, Kobern-Gondorf, Dieblich, Winningen oder Koblenz-Güls nach Koblenz

Infos zur Moselschiffahrt: www.gruppentickets.de www.ausflugsdampfer.de www.partyschiff.biz www.bordparty.biz

Schiffsanlegestellen der Moselschifffahrt bzw. Schleusen zwischen Cochem und Koblenz: Cochem | Klotten | Pommern | Treis-Karden | Schleuse Müden | Müden | Moselkern | Burgen | Hatzenport | Brodenbach | Löf | Alken | Kattenes | Oberfell | Lehmen | Schleuse Lehmen | Niederfell | Kobern-Gondorf | Dieblich | Winningen | Koblenz-Lay | Koblenz-Güls | Koblenz-Moselweiss | Koblenz-Metternich | Schleuse Koblenz | Koblenz

3 Von Cochem an der Mosel nach Koblenz am Rhein
Untermosel

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1 Von Trier an der Mosel nach Bernkastel-Kues
Mittelmosel

2 Von Bernkastel-Kues an der Mosel nach Cochem
Mittelmosel

3 Von Cochem an der Mosel nach Koblenz am Rhein
Untermosel

3.01 Cochem
3.01a Stadtrundgang durch Cochem

3.02 Reichsburg bei Cochem
3.02a Burgruine Winneburg bei Cochem
3.02b Kapuzinerkloster bei Cochem
3.03 Klotten
3.04 Burgruine Coraidelstein
3.05 Pommern
3.06 Treis-Karden
3.07 Müden
3.08 Burg Eltz
3.09 Moselkern
3.10 Burg Pyrmont
3.11 Burgen
3.12 Burg Bischofstein
3.13 Hatzenport
3.14 Brodenbach
3.15 Ehrenburg
3.16 Löf
3.17 Alken
3.18 Burgruine Thurandt
3.19 Kattenes
3.20 Oberfell
3.21 Lehmen
3.22 Niederfell
3.23 Kobern-Gondorf
3.24 Dieblich
3.25 Winningen
3.26 Koblenz-Lay
3.27 Koblenz-Güls
3.28 Koblenz-Moselweiss
3.29 Koblenz-Metternich
3.30 Koblenz 
3.30a Festung Ehrenbreitstein
3.30b Deutsches Eck
3.30c Alte Moselbrücke Deutschherrenhaus Alte Burg
3.30d Stiftskirche St. Kastor
3.30e Stiftskirche St. Florin
3.30f Liebfrauenkirche
3.30g Mittelrheinmuseum
3.30h Kurfürstliches Schloss Theater
3.30i Herz-Jesu-Kirche Christuskirche
3.30j Rheinmuseum Dikasterialgebäude

Fernwanderweg Moselhöhenweg

Moselradweg Mosel-Radweg

Burgen, Festungen und Burgruinen an der Mosel

Bernkastel-Kues

Cochem

 

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Stand: Tuesday, 26. April 2016 URL dieser Seite: http://moseltouren.de/3-cochem-koblenz/3-29-koblenz-metternich/index.html