3.30i Herz-Jesu-Kirche und Christuskirche in Koblenz an Rhein und Mosel Halle Trier Franz Gründung Koblenzer Weltkrieg Bau Christus Kirchen Inschrift Turm Bauweise Stadtwappen Jahrhundert Geschosse Florinskirche Wiederaufbau Pfeiler Ergebnis Taufstein Kirche Rollstuhlfahrer Formen Bischof Festung Ehrenbreitstein Deutsches Eck Dominikanerkirche Deutschherrenhaus Kastorkirche Liebfrauenkirche Balduinbrücke Museen Geschichte Stadtgeschichte Römer Römerzeit Mittelalter Kurfürsten Kurfürst Balduin Trutzburg Malerei Jasper Jones Mittelgebirge Moselbrücke Steinfigur Stadt Kurfürstliches Schloss Wohnturm Rheinanlagen Besichtigungen Alte Burg Metternich Deutsche Burgen Museum Mahnmal sehenswertes Hotel Ansichten Mittelrheinmuseum Theater Rheinmuseum Dikasterialgebäude Weihnachtsmarkt

3.30i Katholische Herz-Jesu-Kirche und evangelische Christuskirche in Koblenz an Rhein und Mosel

Herz-Jesu-Kirche

Mit dem stetigen Anwachsen der Bevölkerung und der Ausbreitung des Stadtgebiets von Koblenz nach Süden im 19. Jahrhundert wurde die Gründung neuer Pfarreien und der Bau neuer Pfarrkirchen notwendig. Das bedeutendste und bekannteste katholische Gotteshaus unter ihnen ist die Herz-Jesu-Kirche an der Ecke Löhrrondell und Friedrich-Ebert-Ring.

Am 18. Juni 1900 wurde der Grundstein für die Herz-Jesu-Kirche gelegt. Erbaut wurde sie in einer Zeit von drei Jahren nach den Plänen des Mainzer Dombaumeisters Ludwig Becker. Das Ergebnis war ein neuromanisches Bauwerk mit ausdrucksvoller Doppelturmfassade. 1904, ein Jahr nach der Fertigstellung, wurde die Kirche von Bischof Korum von Trier eingeweiht. Durch die Luftangriffe des Zweiten Weltkriegs schwer getroffen, brannte die Herz-Jesu-Kirche völlig aus. In den Jahren 1950 bis 1953 konnte sie mit geringen Veränderungen wiederhergestellt werden. So wurden beispielsweise die meisten Kreuzrippengewölbe durch Kreuzgratgewölbe ersetzt. Am 29. März 1953 fand die Wiedereinweihung durch Bischof Wehr von Trier statt. Ende der 1970er Jahre wurde eine Innenrestaurierung durchgeführt, wobei die originalen Ausmalungen in den Laibungen der Chorumgangsfenster freigelegt und die Gewölbe ausgemalt wurden.

Die mächtige, dreischiffige Pfeilerbasilika hat mit ihrer verwinkelten und kompakten Bauweise monumentale Wirkung. Mit der doppeltürmigen Fassade, dem achteckigen Vierungsturm, dem breit angelegten Querhaus, und dem Umgangschor mit Flankentürmchen birgt das Gotteshaus einen großen Reichtum an Formen. Die beiden fünfgeschossigen Fassadentürme, deren vierte und fünfte Geschosse an allen Seiten mit je zwei Rundbogenöffnungen versehen sind, weisen ebenso eine reiche Gliederung auf wie der Kirchenbau als Ganzes. Bekrönt werden die Türme wie auch die Chorflankentürme von Rautendächern. Eine Besonderheit der Herz-Jesu-Kirche ist die Süd-Nord-Ausrichtung statt der üblichen Ost-West-Ausrichtung. Der Chor bildet den südlichen Abschluß des Gotteshauses, während das Hauptportal sich an der Nordseite befindet. An der Westseite und an der Ostseite ist jeweils ein Nebeneingang.

Im Innern der Kirche dominiert der offene, mit einer Rippenkuppel überwölbte Vierungsraum, in dem sich Langhaus, Querhausarme und Chor treffen. Er vermittelt das Gefühl von Weiträumigkeit. Auch der Innenraum der Kirche weist eine reiche Gliederung in romanischen Formen auf. Die Ausstattung ist eher schlicht, da ein großer Teil der ursprünglichen Ausstattungsstücke verlorengegangen ist. Dennoch ist ein Besuch der Herz-Jesu-Kirche lohnenswert. Geöffnet ist sie täglich von 9 bis 18 Uhr.

Christuskirche

Das zweite bedeutende evangelische Gotteshaus in Koblenz neben der Florinskirche ist die Christuskirche an der Ecke Friedrich-Ebert-Ring zur Hohenzollernstraße. Sie gehört neben der katholischen Herz-Jesu-Kirche und der katholischen Kirche St. Josef zu den drei großen Kirchen der Südlichen Vorstadt.

Mit der Aufhebung der Koblenzer Stadtbefestigung im Jahre 1890 benötigte auch die evangelische Gemeinde ein zweites Gotteshaus. 1902 wurde der Grundstein für die im neugotischen Stil erbaute Christuskirche gelegt. Nach einer Bauzeit von zwei Jahren konnte sie 1904 eingeweiht werden. Nach schweren Schäden im Zweiten Weltkrieg erfolgte zwischen 1951 und 1954 der Wiederaufbau und Umbau in wesentlich einfacheren Formen. So wurde beispielsweise das einstige Netzgewölbe durch eine schlichte Deckenkonstruktion ersetzt.

Auffällig bei der Christuskirche ist die bauliche Asymmetrie. Der Turm befindet sich seitlich an der Straßenecke. Als besonderer Bauteil ist die gewölbte Vorhalle auf der Ostseite des Turms zu erwähnen, die einzig für die Vorfahrt der hohen Herrschaften vorgesehen war. An einem Pfeiler der Vorhalle bezeichnet eine Inschrift die Jahreszahl der Fertigstellung der Kirche.

Der Haupteingang befindet sich auf der Nordseite vom Friedrich-Ebert-Ring aus. Der östliche Eingang von der Hohenzollernstraße ist besonders für Rollstuhlfahrer geeignet. Das Innere des Gotteshauses präsentiert sich als zweischiffige, gewölbte Halle. Im Hauptraum befinden sich auf zwei Seiten umlaufende Emporen. Das östliche Seitenschiff war ursprünglich in zwei Geschosse unterteilt.

Die Ausstattung ist sehr schlicht. Erwähnenswerte originale Ausstattungsstücke sind ein zwölfarmiger Messingleuchter, ein neugotischer Taufstein und das Kriegerdenkmal in Form eines geharnischten Kriegers mit Schwert über dem Stadtwappen von Koblenz und einer Inschrift mit dem Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.
Geöffnet ist die Christuskirche täglich von 9 bis 17 Uhr.

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Moselschifffahrt auf der Untermosel zwischen Cochem und Koblenz

  1. s506kdrs Linienschifffahrt Moselschifffahrt Koblenz-Cochem Koblenz (Rhein), Koblenz-Moselweiß, Winningen, Kobern-Gondorf (Ortsteil Kobern), Schleuse Lehmen, Alken, Brodenbach, Moselkern, Schleuse Müden, Treis-Karden (Ortsteil Treis) und Cochem.
  2. s563arei Linienschifffahrt Untermosel ab Brodenbach und Alken Oberfell, Kattenes, Alken, Löf und Brodenbach.
  3. s563arei Tagesfahrt auf der Untermosel moselaufwärts nach Cochem von Oberfell, Kattenes, Alken, Löf, Brodenbach, Hatzenport, Burgen oder Moselkern nach Cochem
  4. s563arei Tagesfahrt auf der Untermosel moselabwärts nach Koblenz von Brodenbach, Löf, Alken, Kattenes, Oberfell, Kobern-Gondorf, Dieblich, Winningen oder Koblenz-Güls nach Koblenz

Infos zur Moselschiffahrt: www.gruppentickets.de www.ausflugsdampfer.de www.partyschiff.biz www.bordparty.biz

Schiffsanlegestellen der Moselschifffahrt bzw. Schleusen zwischen Cochem und Koblenz: Cochem | Klotten | Pommern | Treis-Karden | Schleuse Müden | Müden | Moselkern | Burgen | Hatzenport | Brodenbach | Löf | Alken | Kattenes | Oberfell | Lehmen | Schleuse Lehmen | Niederfell | Kobern-Gondorf | Dieblich | Winningen | Koblenz-Lay | Koblenz-Güls | Koblenz-Moselweiss | Koblenz-Metternich | Schleuse Koblenz | Koblenz

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3.01a Stadtrundgang durch Cochem

3.02 Reichsburg bei Cochem
3.02a Burgruine Winneburg bei Cochem
3.02b Kapuzinerkloster bei Cochem
3.03 Klotten
3.04 Burgruine Coraidelstein
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3.07 Müden
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3.10 Burg Pyrmont
3.11 Burgen
3.12 Burg Bischofstein
3.13 Hatzenport
3.14 Brodenbach
3.15 Ehrenburg
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3.17 Alken
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