3.17 Alken an der Mosel Burg Thurandt Radtour Familienwappen Aussichtspunkt Kühkopf Koblenz Beinhaus Cochem Trier Forsthaus Moosemannfest Mayen Weinverkauf Ehrbachtal Moselweine Beulich Brodenbachtal Rhein Bernkastel Burghaus Wanderwege Michaelskapellen Langhaus Dieblich romantische Denkmalschutz St. Michael sehenswert Moseltal Eifel Kern Burgberg Fahrrad alte Burgen Basaltgestein Stadtwald Remstecken Malereien Alkener Burglehen Kröpplingen Gebäude Karthause von Wiltberg Michaeliskapelle Weinfest Weinort Untermosel Fresken Erzbischof

3.17 Alken

Der Weinort Alken mit etwa 700 Einwohnern, 30 km nordöstlich von Cochem und 26 km südwestlich von Koblenz, liegt malerisch am Fuß der Burg Thurandt. Die Mosel legt von Alken bis zu ihrer Mündung in den Rhein am Deutschen Eck in Koblenz eine Strecke von 24 km zurück. Die Weintrauben der Alkener Moselweine reifen in den Weinlagen "Bleidenberg", "Burgberg" und "Hunnenstein". Sie verteilen sich auf eine Anbaufläche von 19 ha und gehören zur Großlage "Weinhex", zu der auch die Weinlagen der Moselorte Burgen, Hatzenport, Brodenbach, Löf, Kattenes, Oberfell, Lehmen, Niederfell, Kobern-Gondorf, Dieblich, Winningen, Koblenz-Lay und Koblenz-Güls gehören. Repräsentiert werden die örtlichen Moselweine von der Alkener Weinkönigin.

Das Ortsbild von Alken wird geprägt durch alte Fachwerkhäuser und romantische Weingüter. Besonders sehenswert sind die Burg Thurandt aus dem 12. Jahrhundert, die beherrschend und imposant über dem Ort liegt, die Pfarrkirche mit Fresken aus dem 13. und 15. Jahrhundert, die über dem Ort liegende alte Michaeliskapelle mit Beinhaus, das Burghaus der Herren von Wiltberg, die Ruine der alten Dreifaltigkeitskapelle auf dem Bleidenberg aus dem Jahre 1248, das wuchtige Fallertor und Reste der ehemaligen Ortsbefestigung.

Zur Geschichte

Der Ort Alken birgt eine reiche Vergangenheit. Gegründet wurde er um das Jahr 1200 auf Schuttfächern eines Seitentals. Bereits im 14. Jahrhundert erhielt er unter dem Erzbischof von Trier Balduin von Luxemburg (* 1285, Kurfürst 7. Dezember 1307, † 21. Januar 1354) die Stadtrechte. Zudem war er lange Residenz von Kaiser Otto IV. Die Herrschaft über Alken teilten sich bis 1789 Kurtrier und das Erzstift Köln.

Während der französischen Besatzungszeit ab 1794 war Alken zunächst dem Kanton Boppard und später der Bürgermeisterei Niederfell und dem Arrondissement Koblenz zugeordnet. In preußischer Zeit gehörte Alken zur Bürgermeisterei Brodenbach und zum Kreis St. Goar. Mit der Auflösung des Kreises St Goar, der bis in das Jahr 1976 bestand, kam Alken zum neugeschaffenen Landkreis Mayen-Koblenz. Darüber hinaus gehört Alken verwaltungsmäßig zur Verbandsgemeinde Untermosel mit Sitz in Kobern-Gondorf.

Ehemalige Stadtbefestigung

Die ehemalige Stadtbefestigung war mit der Burg Thurandt verbunden. Begonnen wurde mit ihrem Bau in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Erhalten sind noch zum Teil zwei Tore und mehrere Türme. Das sogenannte Fallerport (Fallertor) ist ein viereckiger Torturm mit Fachwerk nach der Innenseite. Vom zweiten Tor am Wildberger Hof ist nur noch der Torbogen zu sehen. Sehenswert ist auch ein mächtiger Rundturm an der Moselseite.

Alte Michaeliskapelle

Die alte katholische Pfarrkirche St. Michael steht im Hang über dem Ort, inmitten des alten Friedhofs. Möglicherweise befand sich an dieser Stelle in alter Zeit ein altes Heiligtum. Im Kern ist die Kapelle romanisch. Sie wurde jedoch mehrfach umgebaut. Zu den ältesten Bauteilen gehört der Kirchturm mit gekuppelten Schallarkaden. Chor und Langhaus entstanden im 13. Jahrhundert. Letzteres wurde später erweitert. Die Sakristei wurde im Jahre 1547 angebaut.

Sowohl Chor als auch Langhaus sind reich ausgemalt. Besondere Beachtung verdient am Chorgewölbe die Deesis (byzantinische Darstellung des thronenden Christus) mit den zwölf Aposteln und die Darstellung des hl. Michael mit dem Drachen. Die Malereien stammen aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Die Malereien im Langhaus entstammen verschiedenen Epochen.
Sehenswert sind auch die drei gemauerten Altäre mit mächtigen gotischen Deckenplatten. Die gestifteten Altarschreine aus jüngerer Zeit stammen aus Südtirol. Sie sind Nachschöpfungen spätgotischer Vorbilder. Die Holzempore aus dem Jahre 1622 entspricht dem moselländischen Stil.

Neben dem Treppenaufgang zur Kapelle befindet sich das noch gefüllte Beinhaus, in dem die sterblichen Überreste von Alkener Bürgern vergangener Jahrhunderte ruhen. Da St. Michael als derjenige Erzengel gilt, der die Toten in die Ewigkeit geleitet, war es in Michaelskirchen und Michaelskapellen vielerorts üblich, ein Beinhaus anzulegen, in dem die Gebeine Verstorbener aufbewahrt wurden.
Auf dem zur Kapelle gehörenden Friedhof sind Grabkreuze des 16. bis 19. Jahrhunderts aus Basaltgestein zu sehen.

Pfarrkirche St. Michael

Die heutige katholische Pfarrkirche wurde in den Jahren 1846 bis 1848 erbaut. Das Gotteshaus selbst ist eher schlicht. Sehenswert sind der neobarocke Hochaltaraufsatz, der Seitenaltaraufsatz mit einer Darstellung des hl. Michael von 1708 und eine Figur der hl. Barbara aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.

Ehemaliges Burghaus

Am östlichen Ortsausgang von Alken befindet sich das ehemalige Burghaus der Herren von Wiltberg. Diese besaßen seit 1585 das Burglehen. Das Gebäude setzt sich aus verschiedenen Bauten zusammen. Zum ersten Bauabschnitt (ab 1616) gehört das dreistöckige Giebelhaus mit seitlichem Treppenturm in spätgotischem Stil. Der Mittelbau ist zweistöckig. Die Tordurchfahrt, an der das Familienwappen angebracht ist, ist von Säulen flankiert.

Dreifaltigkeitskapelle aud dem Bleidenberg (gegenüber der Burgruine Thurandt)

Die Dreifaltigkeitskapelle auf dem Bleidenberg wurde 1248 zum Dank für den Sieg über die Burg Thurandt durch die Erzbischöfe und Kurfürsten von Trier, Arnold II., und Köln, Konrad von Hochstaden erbaut. Schon bald entwickelte sie sich zu einer Wallfahrtskirche. An gleicher Stelle stand schon ein kleiner Vorgängerbau, eine alte Marienkapelle. Zu der unter Denkmalschutz stehenden Kapelle führt von Alken ein Stationenweg hinauf. Ein zweiter Stationenweg beginnt in Oberfell.

Tourismusangebote

Neben den Fußwegen zur Burg Thurandt und zur Dreifaltigkeitskapelle auf dem Bleidenberg verfügt Alken über weitere Wanderwege, auf denen man die schöne Mosellandschaft erkunden und immer wieder schöne Aussichten ins Moseltal genießen kann. 

Zwischen Trier und Koblenz verläuft auch der Moselhöhenweg, der durch ein "M" markiert ist. Die Route führt auf beiden Seiten der Mosel sowohl durch den Hunsrück als auch durch die Eifel. Höhepunkte der einzelnen Etappen sind die zahlreichen Burgen und Burgruinen an der Mosel sowie herrliche Aussichtspunkte auf das windungsreiche Moseltal und die romantischen Moselorte. Als Tagesetappen vom Moselhöhenweg auf der Hunsrückseite empfehlen sich folgende Strecken von Alken aus:

Alken – Beulich (ca. 17 km)
Alken – Koblenz-Moselweiß oder Koblenz Hbf (ca.28 km)

Der Moselhöhenweg von Alken nach Beulich führt zunächst über die Burgfahrstraße, einen schönen Waldpfad mit schöner Aussicht auf Brodenbach und ein wildromantisches Seitental ins Brodenbachtal. Von dort geht es durch das sogenannte Donnerloch bis zur Grünemühle. Über einen steilen Serpentinenweg gelangt man zur Ehrenburg, die einen Besuch lohnt. Der Moselhöhenweg aber führt etwa 500 Meter vor der Ehrenburg weiter zu den Ortschaften Kröpplingen und Oppenhausen. Um von dort nach Beulich zu gelangen, wandert man über eine Hügelkuppe und durch ein schattiges Bachtal ins Ehrbachtal. Nachdem der Ehrbach überquert worden ist, geht es weiter in gerader Richtung auf einem leicht ansteigenden Fahrweg bis zum Etappenziel. An die Etappe Alken – Beulich schließt sich eine weitere Tagesetappe (Beulich – Treis-Karden) an, bis man mit Treis-Karden wieder einen Moselort anläuft.

Der Moselhöhenweg von Alken nach Treis-Karden bzw. Koblenz Hbf führt zunächst oberhalb von der Burgruine Thurandt mit schöner Aussicht auf die Doppelburganlage und der Dreifaltigkeitskapelle auf dem Bleidenberg vorbei. Weiter geht es über schattige Waldwege und an Bachläufen entlang bis nach Waldesch. Am Ortsende von Waldesch steht man vor zwei alternativen Pfaden, die zum Wildgehege Remstecken im Koblenzer Stadtwald führen. Dort kann man dann zwischen den Varianten nach Koblenz-Moselweiß über Layerkopf, Schwedenschanze und Koblenz-Karthause bzw. zum Hauptbahnhof Koblenz über den Aussichtspunkt Kühkopf (382 m. ü. M.), Forsthaus Kühkopf, Koblenz-Oberwerth und Rheinanlagen wählen.

Reizvoll sind auch Ausflüge mit dem Fahrrad durch das romantische Moseltal. Wer sich von Alken aus in Richtung Brodenbach oder Oberfell auf den Weg machen möchte, muß allerdings die Bundesstraße 49 benutzen. Empfehlenswerter ist eine Radtour auf dem Moselradweg auf der gegenüberliegenden Seite, der über die Brücke südlich von Alken nach Löf zu erreichen ist. Von dort geht es moselaufwärts in Richtung Hatzenport, Moselkern, Müden und Treis-Karden, moselabwärts in Richtung Kattenes, Lehmen und Kobern-Gondorf.

Zahlreiche Weinkellereien laden Besucher zu einer Weinprobe ein. Alkener Weinhändler bieten Weinverkauf vor Ort an.

An jedem 3. August-Wochenende findet eines der zahlreichen Weinfeste an der Mosel und an jedem dritten Fastensonntag das Moosemannfest statt, das an die Belagerungszeit von 1246 bis 1248 erinnert. Seinen Namen verdankt das Moosemannfest einem Getreuen des Burgherrn, der sich zur Tarnung in Moos habe einwickeln und von der Burg ins Tal rollen lassen.

Moselschifffahrt auf der Untermosel zwischen Cochem und Koblenz

  1. s506kdrs Linienschifffahrt Moselschifffahrt Koblenz-Cochem Koblenz (Rhein), Koblenz-Moselweiß, Winningen, Kobern-Gondorf (Ortsteil Kobern), Schleuse Lehmen, Alken, Brodenbach, Moselkern, Schleuse Müden, Treis-Karden (Ortsteil Treis) und Cochem.
  2. s563arei Linienschifffahrt Untermosel ab Brodenbach und Alken Oberfell, Kattenes, Alken, Löf und Brodenbach.
  3. s563arei Tagesfahrt auf der Untermosel moselaufwärts nach Cochem von Oberfell, Kattenes, Alken, Löf, Brodenbach, Hatzenport, Burgen oder Moselkern nach Cochem
  4. s563arei Tagesfahrt auf der Untermosel moselabwärts nach Koblenz von Brodenbach, Löf, Alken, Kattenes, Oberfell, Kobern-Gondorf, Dieblich, Winningen oder Koblenz-Güls nach Koblenz

Infos zur Moselschiffahrt: www.gruppentickets.de www.ausflugsdampfer.de www.partyschiff.biz www.bordparty.biz

Schiffsanlegestellen der Moselschifffahrt bzw. Schleusen zwischen Cochem und Koblenz: Cochem | Klotten | Pommern | Treis-Karden | Schleuse Müden | Müden | Moselkern | Burgen | Hatzenport | Brodenbach | Löf | Alken | Kattenes | Oberfell | Lehmen | Schleuse Lehmen | Niederfell | Kobern-Gondorf | Dieblich | Winningen | Koblenz-Lay | Koblenz-Güls | Koblenz-Moselweiss | Koblenz-Metternich | Schleuse Koblenz | Koblenz

3 Von Cochem an der Mosel nach Koblenz am Rhein
Untermosel

Moseltouren Ein Internet-Reiseführer

 

 

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1 Von Trier an der Mosel nach Bernkastel-Kues
Mittelmosel

2 Von Bernkastel-Kues an der Mosel nach Cochem
Mittelmosel

3 Von Cochem an der Mosel nach Koblenz am Rhein
Untermosel

3.01 Cochem
3.01a Stadtrundgang durch Cochem

3.02 Reichsburg bei Cochem
3.02a Burgruine Winneburg bei Cochem
3.02b Kapuzinerkloster bei Cochem
3.03 Klotten
3.04 Burgruine Coraidelstein
3.05 Pommern
3.06 Treis-Karden
3.07 Müden
3.08 Burg Eltz
3.09 Moselkern
3.10 Burg Pyrmont
3.11 Burgen
3.12 Burg Bischofstein
3.13 Hatzenport
3.14 Brodenbach
3.15 Ehrenburg
3.16 Löf
3.17 Alken
3.18 Burgruine Thurandt
3.19 Kattenes
3.20 Oberfell
3.21 Lehmen
3.22 Niederfell
3.23 Kobern-Gondorf
3.24 Dieblich
3.25 Winningen
3.26 Koblenz-Lay
3.27 Koblenz-Güls
3.28 Koblenz-Moselweiss
3.29 Koblenz-Metternich
3.30 Koblenz 
3.30a Festung Ehrenbreitstein
3.30b Deutsches Eck
3.30c Alte Moselbrücke Deutschherrenhaus Alte Burg
3.30d Stiftskirche St. Kastor
3.30e Stiftskirche St. Florin
3.30f Liebfrauenkirche
3.30g Mittelrheinmuseum
3.30h Kurfürstliches Schloss Theater
3.30i Herz-Jesu-Kirche Christuskirche
3.30j Rheinmuseum Dikasterialgebäude

Fernwanderweg Moselhöhenweg

Moselradweg Mosel-Radweg

Burgen, Festungen und Burgruinen an der Mosel

Bernkastel-Kues

 

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Stand: Tuesday, 26. April 2016 URL dieser Seite: http://moseltouren.de/3-cochem-koblenz/3-17-alken/index.html