3.07 Müden an der Mosel Mosel-Radweg Muden Weindörfer Moselwein Castor Kirche Moselkern Treis-Karden Weinfeste Cochem Ort Koblenz Steinigung Miseräbelchen Goldbäumchen Relief Stift hl. Petrus Antonius Wein Wanderwegen

3.07 Müden an der Mosel

Der Ort Müden, ca.19 Kilometer nordöstlich von Cochem und etwa 37 km südwestlich von Koblenz gelegen, enstand aus einer der ältesten Siedlungen keltisch-römischen Ursprungs am linken Moselufer und ist heute einer der vielen Weindörfer und Erholungsorte an der Mosel. Verwaltungsmäßig gehört Müden zur Verbandsgemeinde Treis-Karden und zum Kreis Cochem-Zell. Die Mosel legt von Müden bis zu ihrer Mündung in den Rhein am Deutschen Eck in Koblenz eine Strecke von 37 km zurück.
Die Weintrauben der Müdener Moselweine reifen in den Weinlagen "Funkenberg", "Großlay", "Leckmauer", "Sonnenberg" und "St. Castorhöhle". Sie gehören zur Großlage "Goldbäumchen", der auch die Weinlagen der Weinorte Ernst, Klotten, Pommern und Moselkern sowie teilweise von Senheim mit Senhals, Briedern, Ellenz-Poltersdorf, Bruttig-Fankel, Cochem und Treis-Karden angehören.
Romantische Gassen und jahrhundertealte Fachwerkhäuser mit wertvollen Schnitzereien laden zu einem Spaziergang durch den Ort ein. Zu sehen ist dabei auch das sogenannte "Halfenhaus", eine frühere Raststätte von Moselschiffern.
Müden besitzt eine Bahnstation.

Bahnstationen an der Moselstrecke sind: Koblenz Hbf | Koblenz-Moselweiß | Güls (Kr Koblenz) | Winningen (Mosel) | Kobern-Gondorf | Lehmen | Kattenes | Löf | Hatzenport | Moselkern | Müden (Mosel) | Treis-Karden | Pommern (Mosel) | Klotten | Cochem (Mosel) | Ediger-Eller | Neef | Bullay (DB) | Bengel | Ürzig (DB) | Wittlich Hbf | Salmrohr | Sehlem (Kr Wittlich) | Hetzerath | Föhren | Schweich (DB) | Quint | Ehrang Ort | Ehrang | Trier/Mäusheckerweg | Pfalzel | Trier Hbf .

Die kleinen Schoppen werden an der Mosel auch Miseräbelchen genannt. Die Entstehung des Namens soll auf einem Ereignis beruhen, daß sich in Müden zugetragen hat. Als der Herr mit seinen Jüngern noch auf der Erde weilte, kam er auch an die Mosel. Erschöpft und durstig von der langen Wanderung ließ sich die Schar bei Müden nieder. Petrus sollte in den Ort gehen und einen köstlichen Moselwein für alle besorgen. Mit einem großen, randvoll gefüllten Holzbecher kehrte er zurück. Der Weg war jedoch so holprig, daß der Wein immer wieder überschwappte. Petrus trank einen Schluck ab, der aber etwas zu groß geriet. Damit dies nicht auffallen sollte, schnitt er mit seinem Messer ein Stück vom Becherrand ab, so daß der Wein wieder bis zum Rand reichte. So sehr Petrus aber auch achtgab, der Wein schwappte wieder über. Durch einen zweiten Schluck sollte dem Übel abgeholfen werden. Wie der erste geriet aber auch dieser zu groß. Erneut schnitt Petrus ein Stück vom Humpenrand ab. Als er schließlich bei seinen Freunden angelangt war, meinte er bedauernd, daß die Weinhumpen an der Mosel miserabel klein seien. Der Herr entgegnete ihm, er solle sein Miseräbelchen behalten. Als Strafe mußte Petrus später zuschauen, als die anderen einen vollen Humpen Moselwein tranken.

Zur Geschichte

Der Ortsname Müden dürfte keltischen Ursprungs sein. Römische und fränkische Grabungsfunde belegen ebenfalls eine frühe Besiedlung des Ortes. Urkundlich erwähnt wurde er das erste Mal, damals noch "Modinum" genannt,  in der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts im Zusammenhang mit einer Schenkung an die Kirche von Verdun. Eine weitere Erwähnung findet sich um 1100 im Güterverzeichnis des Stiftes Karden, als eine Filialkirche von St. Castor (Treis-Karden) in "Modena" aufgeführt wurde. Besitztümer in dem Ort hatten im Mittelalter neben dem Stift Karden unter anderem die Abtei Maria Laach und das Kloster Himmerod in der Eifel. 1274 wurde Müden Pfarrvikarie. 1575 erhielt die Kirche das Taufrecht.

Pfarrkirche St. Stephanus

Die katholische Pfarrkirche St. Stephanus wurde ursprünglich als einschiffiges Gotteshaus im romanischen Stil erbaut und um 1200 zu einer dreischiffigen Basilika erweitert. 1923 erhielt das Gotteshaus unter Querdurchbruch ein neues Schiff mit neuem Chor. 1925 wurde die neue Pfarrkirche eingeweiht.

Der Kirchturm steht scheinbar unabhängig von der eigentlichen Kirche. Man vermutet, daß er schon als römischer Wachturm diente. Den ursprünglich vier Geschossen wurde nachträglich ein fünftes aufgesetzt. Seit 1923 führt eine von der Turmhalle ausgehende Treppe in das Obergeschoß. Bekrönt wird der Turm von einem Rhombendach.
Das 1923 errichtete Chorhaus setzt sich gegen den südlichen Giebel des Langhauses ab. Der älteste Teil des jetzigen Gotteshauses ist der ehemalige quadratische, gotisch gewölbte Chor. Er dient heute als Sakristei.

Im Südfenster des alten Chores ist eine Glasmalerei aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts mit der Darstellung des hl. Nikolaus zu sehen.
Der Hochaltar aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zeigt im quadratischen Mittelfeld ein Relief mit der Steinigung des hl. Stephanus, eingerahmt von leicht gedrehten Säulchen. In den seitlichen Figuren erkennt man die Heiligen Katharina und Nikolaus. Im Oval des Aufbaus ist die Dreifaltigkeit dargestellt. Bekrönt wird der Altar von einer Kreuzigungsgruppe aus dem 17. Jahrhundert.
In der ehemaligen Sakristei und heutigen Marienkapelle steht ein Marienaltar aus dem Jahre 1709 mit einer Holzfigur der Muttergottes. Der Seitenaltar an der Wand des südlichen Nebenchores ist dem hl. Joseph geweiht.
Von den übigen Ausstattungsstücken verdienen die barocke Holzkanzel aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, ein Vesperbild aus der gleichen Zeit, Figuren der Heiligen Antonius von Padua, Stephanus und Sebastian aus dem 16. und 17. Jahrhundert sowie der Taufstein Beachtung. Auf dem achteckigen Holzdeckel des Taufsteins (1574) erkennt man das Wappen des Erzbischofs von Trier Jakob von Eltz (1576 bis 1581).

Tourismusangebote

Die nähere Umgebung von Müden kann man auf verschiedenen Wanderwegen erkunden. Von Müden aus führt auch ein Fuß- und Fahrweg von ca. 5 km hinauf zur Burg Eltz. Die Burg Eltz ist auch von Moselkern und Treis-Karden an der Mosel zu erreichen.

Wer sich gerne mit dem Fahrrad auf Erkundungsreise begibt, findet beste Voraussetzungen im Mosel-Radweg, der von Müden aus flußaufwärts in Richtung Treis-Karden, Pommern und Klotten, flußabwärts in Richtung Moselkern und Hatzenport verläuft.

Im Müden findet jährlich am 1. Mai ein Maifest, am ersten Wochenende im August die Kirmes und am letzten Augustwochenende eines der zahlreichen Weinfeste an der Mosel statt.

Moselschifffahrt auf der Untermosel zwischen Cochem und Koblenz

  1. s506kdrs Linienschifffahrt Moselschifffahrt Koblenz-Cochem Koblenz (Rhein), Koblenz-Moselweiß, Winningen, Kobern-Gondorf (Ortsteil Kobern), Schleuse Lehmen, Alken, Brodenbach, Moselkern, Schleuse Müden, Treis-Karden (Ortsteil Treis) und Cochem.
  2. s563arei Linienschifffahrt Untermosel ab Brodenbach und Alken Oberfell, Kattenes, Alken, Löf und Brodenbach.
  3. s563arei Tagesfahrt auf der Untermosel moselaufwärts nach Cochem von Oberfell, Kattenes, Alken, Löf, Brodenbach, Hatzenport, Burgen oder Moselkern nach Cochem
  4. s563arei Tagesfahrt auf der Untermosel moselabwärts nach Koblenz von Brodenbach, Löf, Alken, Kattenes, Oberfell, Kobern-Gondorf, Dieblich, Winningen oder Koblenz-Güls nach Koblenz

Infos zur Moselschiffahrt: www.gruppentickets.de www.ausflugsdampfer.de www.partyschiff.biz www.bordparty.biz

Schiffsanlegestellen der Moselschifffahrt bzw. Schleusen zwischen Cochem und Koblenz: Cochem | Klotten | Pommern | Treis-Karden | Schleuse Müden | Müden | Moselkern | Burgen | Hatzenport | Brodenbach | Löf | Alken | Kattenes | Oberfell | Lehmen | Schleuse Lehmen | Niederfell | Kobern-Gondorf | Dieblich | Winningen | Koblenz-Lay | Koblenz-Güls | Koblenz-Moselweiss | Koblenz-Metternich | Schleuse Koblenz | Koblenz

3 Von Cochem an der Mosel nach Koblenz am Rhein
Untermosel

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Ein Internet-Reiseführer

1 Von Trier an der Mosel nach Bernkastel-Kues
Mittelmosel

2 Von Bernkastel-Kues an der Mosel nach Cochem
Mittelmosel

3 Von Cochem an der Mosel nach Koblenz am Rhein
Untermosel

3.01 Cochem
3.01a Stadtrundgang durch Cochem

3.02 Reichsburg bei Cochem
3.02a Burgruine Winneburg bei Cochem
3.02b Kapuzinerkloster bei Cochem
3.03 Klotten
3.04 Burgruine Coraidelstein
3.05 Pommern
3.06 Treis-Karden
3.07 Müden
3.08 Burg Eltz
3.09 Moselkern
3.10 Burg Pyrmont
3.11 Burgen
3.12 Burg Bischofstein
3.13 Hatzenport
3.14 Brodenbach
3.15 Ehrenburg
3.16 Löf
3.17 Alken
3.18 Burgruine Thurandt
3.19 Kattenes
3.20 Oberfell
3.21 Lehmen
3.22 Niederfell
3.23 Kobern-Gondorf
3.24 Dieblich
3.25 Winningen
3.26 Koblenz-Lay
3.27 Koblenz-Güls
3.28 Koblenz-Moselweiss
3.29 Koblenz-Metternich
3.30 Koblenz 
3.30a Festung Ehrenbreitstein
3.30b Deutsches Eck
3.30c Alte Moselbrücke Deutschherrenhaus Alte Burg
3.30d Stiftskirche St. Kastor
3.30e Stiftskirche St. Florin
3.30f Liebfrauenkirche
3.30g Mittelrheinmuseum
3.30h Kurfürstliches Schloss Theater
3.30i Herz-Jesu-Kirche Christuskirche
3.30j Rheinmuseum Dikasterialgebäude

Fernwanderweg Moselhöhenweg

Moselradweg Mosel-Radweg

Burgen, Festungen und Burgruinen an der Mosel

 

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Stand: Tuesday, 26. April 2016 URL dieser Seite: http://moseltouren.de/3-cochem-koblenz/3-07-mueden/index.html