3.02b Kapuzinerkloster bei Cochem an der Mosel Reichsburg Burgruine Winneburg Metternich Wappen Gemälde Burg Ruine Endert Enderttal Cochemer |
| 3.02b Kapuzinerkloster bei
Cochem an der Mosel Über Treppenaufgänge erreicht man den Klosterberg. 1623 gründeten hier Kapuzinerpatres eine Niederlassung im Einvernehmen mit den Cochemer Bürgern. Zu diesem Anlaß erhielten sie ein verlassenes Anwesen von Kurfürst Lothar von Metternich (1599 bis 1623) als Schenkung. Auf dem Anwesen befand sich ein Burghaus. Nach dessen Abriß konnte 1625 mit dem Bau eines Klosters begonnen werden. Als erstes wurde die Klosterkirche errichtet. Es folgten zunächst der Ostflügel, in dem Speisesaal, Küche und im Obergeschoß zwei Reihen Zellen untergebracht waren, und später der Nordflügel mit Pförtnerloge, zwei Sprechzimmern und darüberliegenden Gästezellen. Schließlich wurde die Anlage mit einer eigenen Mauer umgeben. 1634 konnte das Kloster eingeweiht werden. Nach der Aufhebung des Klosters im Zuge der Säkularisation diente das zweigeschossige Gebäude verschiedenen Zwecken. 1810 ersteigerte der katholische Pfarrer Brühl das Anwesen, um ein Hospital einzurichten. 1817 wurde in den Räumen der Anlage eine Volksschule und ein Gymnasium eingerichtet. Die Klosterkirche wurde als Filialkirche der Pfarrgemeinde genutzt. Seit einigen Jahren wird das ehemalige Kapuzinerkloster als Kulturzentrum und Begegnungsstätte genutzt. Die zum Kloster gehörende Kirche ist ein langgestreckter Saalbau. Erbaut wurde
sie zwischen 1625 und 1628. Das Portal an der Westfront stammt aus dem 15. Jahrhundert.
Über ihm befinden sich Inschrifttafeln und Wappentafeln. Im Kircheninnern sind elf
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