3.10 Burg Pyrmont in der Eifel, nahe der Mosel Folterkammer Ritterburg Roes Pillig Geschichte Petschnigg Schönberg Kinder Rittersaal Trier Pirmont Besichtigungen Cochem Streichelzoo nördlicher Teil Rüstkammer Gefängnis Burgherren Koblenz Burgen Wohnteil Oberburg Barbara Chronik Steinbruch Rhein Ruine Weckbecker Jagdzimmer

3.10 Burg Pyrmont

Die Burg Pyrmont gilt als die schönste Ruine in der Eifel. Sie liegt, 21 km nordöstlich von Cochem und ca. 37 km südwestlich von Koblenz entfernt, im Tal des Elzbaches, zwischen den Orten Roes und Pillig in der Eifel. Das Wahrzeichen der Ritterburg ist ihr markanter Bergfried. Vom Turm der Ritterburg hat man eine weitreichende Sicht über das Moseltal. Bei einem Besuch sollte man sich einen ausgiebigen Blick auf die Mosellandschaft und das Elztal nicht entgehen lassen. Burg Pyrmont lag einst im Mittelpunkt eines nach ihrer Entstehung ausgebildeten Wegenetzes.

Zur Geschichte

Die genaue Entstehung der Burg Pyrmont ist nicht bekannt, doch man vermutet, daß Kuno I. von Schönberg sie gegen Ende des 12. Jahrhunderts erbauen ließ. Im Jahre 1255 wurde die Burg Pyrmont das erste Mal erwähnt. Sie verblieb in der Folgezeit den nach Pyrmont oder Pirmont sich nennenden Nachkommen des Erbauers. Wie so viele Burgherren versuchten auch die Herren von Pyrmont, bei ihrer Ritterburg eine Siedlung entstehen zu lassen, das sogenannte Tal Pyrmont. Dieser im Jahre 1317 erwähnte Ort, der sicher mit einer Mauer umgeben war, kam aber nie zur Blüte und verschwand irgendwann ganz.

Die Geschichte der Ritterburg hat im wesentlichen nur zwei Höhepunkte. Das war zum einen während der Regentschaft Heinrichs von Pyrmont (1476 bis 1495), Reichsfreiherr unter Kaiser Maximilian, der als Haupterbe in einem Vergleich mit seinen Brüdern die Anteile an der Ritterburg neu regelte, zum anderen zu Beginn des 18. Jahrhunderts, als die Waldbott von Bassenheim, ab 1652 im Besitz eines Teils, ab 1710 im Vollbesitz der Burg Pyrmont, diese zu einer repräsentativen, schloßartigen Anlage umbauten.

Die glanzvolle Zeit der Burg hielt jedoch nicht lange an, da die Burginsassen schon bald während der französischen Revolution bei der Eroberung des Moselgebietes vertrieben wurden. Die Burg wurde daraufhin 1810 an den Unternehmer F. W. Weckbecker aus Münstermaifeld in der Eifel versteigert, der sie teilweise abbrechen ließ und als Steinbruch nutzte. Burg Pyrmont war immer stärker dem Verfall preisgegeben.

In den folgenden Jahren wechselten noch öfters die Besitzer, doch keinem gelang es, den Wiederaufbau der Burg zu vollenden. Erst als im Jahre 1963 die Architekten Hentrich und Petschnigg die Ruine Pyrmont kauften, bekam sie ein neues Aussehen. Der Innenbereich wurde restauriert und Neubauten wurden angebracht. Teilweise ist die Burg Pyrmont heute wieder bewohnt. Da sie seit der Renovierung wieder besichtigt werden kann, herrscht hier wieder reger Besuchsverkehr.

Die Anlage

Neben dem rundbogigen Osttor steht der Rest eines Rundturmes. Vom Osttor ausgehend verläuft auf etwa 50 Metern Länge an der Südseite der Burganlage die Wehrgangsmauer. Sie schließt dort den rechteckigen Burghof ab. An der Südmauer sind aus dem 14. Jahrhundert Reste der 1381 erwähnten "Oberburg" und aus dem 15. Jahrhundert Reste des sogenannten "neuen Hauses" und des Kelterhauses, eines tonnengewölbten Kellers, erhalten. An der Westmauer befanden sich das Backhaus und die Schmiede. Vor dem doppeltorigen Westeingang steht noch ein 46 m langer, trapezförmiger Wirtschaftshof, der 1463 genannt wurde. An der Nordseite existiert die Umfassungsmauer nur noch in niedriger Höhe, das Nordtor nur noch als flachbogiger Türsturz.

Der älteste Teil der Ritterburg ist der runde Bergfried mit einer Höhe von über 24 Metern und einem Durchmesser von über 9 Metern. Das oberste Geschoß schmückt ein Rundbogenfries. Das Erdgeschoß diente früher als Vorratsraum. Darüber befand sich das Gefängnis. Das kuppelgewölbte Hauptgeschoß ist 9 m hoch und wird durch eine Balkendecke unterteilt. In den unteren Wohnteil führt die Wehrgangstür. Hier befindet sich auch ein hoher Kamin.

Von der ehemaligen Burgkapelle ist nur noch der Chor aus dem 15. Jahrhundert erhalten. Auf dem Putz sind in Teilen Wandmalereien zu erkennen, darunter Darstellungen einer Immaculata und der hl. Barbara mit einem Kelch in der Linken. Der Heiligenschein und das langgelockte Haar sind gelb. Die Ausmalung gehört der Bauzeit der Kapelle an.

Der 1712 begonnene Schloßbau wirkt eher einfach und schmucklos. 1963 wurde das dreigeschossige Barockschloß ausgebaut. Eine Führung durch die Burg Pyrmont beginnt mit der Vorführung eines Videos über die Geschichte und den Wiederaufbau der Burg. Anschließend werden die Besucher durch die historischen Räume geführt. Hierbei sind die Waffenkammer und Rüstkammer, die Folterkammer, der Rittersaal, das Barockzimmer, die Bibliothek, das Jagdzimmer und die alte Küche ein besonderer Blickfang.

Für Kinder ist die Hauptattraktion sicherlich der Streichelzoo mit den Zwergziegen, den Hühnern und den Hasen.

Besichtigungen sind von April bis Oktober jeweils mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr möglich (Stand Frühjahr 2001).

Zu erreichen ist die Burg Pyrmont von Treis-Karden in nördlicher Richtung über Brohl in der Südeifel.

Moselschifffahrt auf der Untermosel zwischen Cochem und Koblenz

  1. s506kdrs Linienschifffahrt Moselschifffahrt Koblenz-Cochem Koblenz (Rhein), Koblenz-Moselweiß, Winningen, Kobern-Gondorf (Ortsteil Kobern), Schleuse Lehmen, Alken, Brodenbach, Moselkern, Schleuse Müden, Treis-Karden (Ortsteil Treis) und Cochem.
  2. s563arei Linienschifffahrt Untermosel ab Brodenbach und Alken Oberfell, Kattenes, Alken, Löf und Brodenbach.
  3. s563arei Tagesfahrt auf der Untermosel moselaufwärts nach Cochem von Oberfell, Kattenes, Alken, Löf, Brodenbach, Hatzenport, Burgen oder Moselkern nach Cochem
  4. s563arei Tagesfahrt auf der Untermosel moselabwärts nach Koblenz von Brodenbach, Löf, Alken, Kattenes, Oberfell, Kobern-Gondorf, Dieblich, Winningen oder Koblenz-Güls nach Koblenz

Infos zur Moselschiffahrt: www.gruppentickets.de www.ausflugsdampfer.de www.partyschiff.biz www.bordparty.biz

Schiffsanlegestellen der Moselschifffahrt bzw. Schleusen zwischen Cochem und Koblenz: Cochem | Klotten | Pommern | Treis-Karden | Schleuse Müden | Müden | Moselkern | Burgen | Hatzenport | Brodenbach | Löf | Alken | Kattenes | Oberfell | Lehmen | Schleuse Lehmen | Niederfell | Kobern-Gondorf | Dieblich | Winningen | Koblenz-Lay | Koblenz-Güls | Koblenz-Moselweiss | Koblenz-Metternich | Schleuse Koblenz | Koblenz

3 Von Cochem an der Mosel nach Koblenz am Rhein
Untermosel

Moseltouren Ein Internet-Reiseführer

 

 

.

Moseltouren
Ein Internet-Reiseführer

1 Von Trier an der Mosel nach Bernkastel-Kues
Mittelmosel

2 Von Bernkastel-Kues an der Mosel nach Cochem
Mittelmosel

3 Von Cochem an der Mosel nach Koblenz am Rhein
Untermosel

3.01 Cochem
3.01a Stadtrundgang durch Cochem

3.02 Reichsburg bei Cochem
3.02a Burgruine Winneburg bei Cochem
3.02b Kapuzinerkloster bei Cochem
3.03 Klotten
3.04 Burgruine Coraidelstein
3.05 Pommern
3.06 Treis-Karden
3.07 Müden
3.08 Burg Eltz
3.09 Moselkern
3.10 Burg Pyrmont
3.11 Burgen
3.12 Burg Bischofstein
3.13 Hatzenport
3.14 Brodenbach
3.15 Ehrenburg
3.16 Löf
3.17 Alken
3.18 Burgruine Thurandt
3.19 Kattenes
3.20 Oberfell
3.21 Lehmen
3.22 Niederfell
3.23 Kobern-Gondorf
3.24 Dieblich
3.25 Winningen
3.26 Koblenz-Lay
3.27 Koblenz-Güls
3.28 Koblenz-Moselweiss
3.29 Koblenz-Metternich
3.30 Koblenz 
3.30a Festung Ehrenbreitstein
3.30b Deutsches Eck
3.30c Alte Moselbrücke Deutschherrenhaus Alte Burg
3.30d Stiftskirche St. Kastor
3.30e Stiftskirche St. Florin
3.30f Liebfrauenkirche
3.30g Mittelrheinmuseum
3.30h Kurfürstliches Schloss Theater
3.30i Herz-Jesu-Kirche Christuskirche
3.30j Rheinmuseum Dikasterialgebäude

Fernwanderweg Moselhöhenweg

Moselradweg Mosel-Radweg

Burgen, Festungen und Burgruinen an der Mosel

Trier

 

© 2000-2016 www.moseltouren.de | E-Mail | Impressum Ohne Gewähr. Änderungen vorbehalten. Alle Rechte vorbehalten.
Stand: Tuesday, 26. April 2016 URL dieser Seite: http://moseltouren.de/3-cochem-koblenz/3-10-burg-pyrmont/index.html