1.07 Trier-Quint an der Mosel Schloß Pidoll Geschichte Palais Ramstein kurfürstliches Hüttenwerk Kloster Himmerod Ehrang Koblenz Piesport Veldenz Longuich Moselbrücke Brücke Mäusheckerweg Meilenstein Wanderungen Maring Institut Wittlich Detzem entlang lateinische Hochofen barockes Hetzerath Bezeichnung Aktiengesellschaft Klöckner Liebfrauenkirche Andernach Entfernung Kylltal Stadtteil Gußeisengitter Hütte

1.07 Trier-Quint

Der Trierer Stadtteil Quint liegt knapp 10 km von der Innenstadt von Trier entfernt. Bis nach Bernkastel-Kues beträgt die Entfernung ungefähr 51 km. Trotz seiner Zugehörigkeit zu Trier hat sich Quint seinen eigenständigen Charakter bewahrt.
Bei Trier-Quint mündet der Quintbach in die Mosel. Eine Brücke existiert hier nicht. Die Mosel läßt sich nur vom benachbarten Trier-Ehrang mit Burg Ramstein über die B 52 nach Trier-Ruwer und Kenn oder von Schweich nach Longuich-Kirsch überqueren. Von Trier-Quint legt die Mosel bis zu ihrer Mündung in den Rhein am Deutschen Eck in Koblenz eine Strecke von 182 km zurück. In Trier-Quint gibt es eine Bahnstation.

Bahnstationen an der Moselstrecke sind: Koblenz Hbf | Koblenz-Moselweiß | Güls (Kr Koblenz) | Winningen (Mosel) | Kobern-Gondorf | Lehmen | Kattenes | Löf | Hatzenport | Moselkern | Müden (Mosel) | Treis-Karden | Pommern (Mosel) | Klotten | Cochem (Mosel) | Ediger-Eller | Neef | Bullay (DB) | Bengel | Ürzig (DB) | Wittlich Hbf | Salmrohr | Sehlem (Kr Wittlich) | Hetzerath | Föhren | Schweich (DB) | Quint | Ehrang Ort | Ehrang | Trier/Mäusheckerweg | Pfalzel | Trier Hbf .

Zur Geschichte

Der Trierer Stadtteil Quint ist eine römische Gründung. In der kleinen Handwerkersiedlung wurden vorwiegend Ziegelsteine hergestellt.
Der Ortsname geht zurück auf die lateinische Bezeichnung "ad quintum lapidem". Bei Quint stand demnach der fünfte Meilenstein der Römerstraße Trier–Andernach. Die Darstellung des Meilensteines mit Szenen aus dem täglichen Leben befindet sich auf einem Grabmalquader, der im Landesmuseum in Trier besichtigt werden kann.
Wie aus einer Urkunde aus dem Jahre 893 hervorgeht, besaß das Kloster Prüm im 9. Jahrhundert Besitztümer in Quint. Das Kloster Himmerod betrieb am Quintbach eine Mühle. Für das Jahr 1327 ist eine weitere Mühle bezeugt.

Das in der Ortsgeschichte wohl bedeutsamste Datum war das Jahr 1683. Damals ließ der Unternehmer Franz von Pidoll einen Hochofen mit Gießerei errichten. Knapp 300 Jahre sollte die Hütte die Geschicke Quints wesentlich mitbestimmen. 1697 legte Pidoll am Quintbach eine Eisenschmelze an. Im 18. Jahrhundert erbauten seine Nachfahren ein barockes Schloß als Wohnungs- und Verwaltungsgebäude.
Als 1794 die Franzosen einmarschierten, wurde die Eisenhütte zerstört. Sechs Jahre dauerte es, bis der Pächter Heinrich Limbourg mit dem Wiederaufbau der Anlage begann. 1810 erwarb Carl von Wendel das Unternehmen, bevor es 1827 in den Besitz der Gebrüder Krämer überging. Mit einer Belegschaft von 1200 Beschäftigten erreichte das Hüttenwerk 1872 den Höchststand in seiner Geschichte. Im gleichen Jahr erhielt es einen Bahnanschluß.
Kommerzienrat Adolf Krämer war der letzte Privateigentümer des Unternehmens. Mit der Gründung einer Aktiengesellschaft im Jahre 1874 begann ein neuer Zeitabschnitt. 1879 wurde die Bahnlinie TrierKoblenz mit einer Haltestation in Quint eröffnet.
Während des Ersten Weltkrieges stellte das Hüttenwerk vorwiegend Kriegsmaterial her. Von 1918 an wechselten mehrfach die Eigentümer, bis schließlich der Klöckner-Konzern das Werk übernahm. Auch im Zweiten Weltkrieg stand die Kriegsproduktion im Vordergrund. Aus diesem Grund war die Quinter Hütte auch Ziel alliierter Luftangrffe.
Drei Jahre nach der Eingemeindung Quints nach Trier (1969) wurden die Klöckner-Werke endgültig stillgelegt. In den folgenden Jahren wurden die Fabrikanlagen weitgehend abgerissen.
1973 wurde die neue katholische Filialkirche Mariä Himmelfahrt auf dem Taubenberg eingeweiht.

Barockschloß

Um das Jahr 1760 ließ die Familie von Pidoll ein barockes Schloß nordwestlich von Quint errichten. Es diente als Wohn- und Verwaltungsgebäude des Direktors der Quinter Eisenhütte. Nach mehrfachem Besitzerwechsel beherbergt die Anlage heute ein wissenschaftliches Institut für Arbeitsrecht der Universität Trier.

Das Schloß gilt als Miniaturnachbildung des Kurfürstlichen Palais in Trier. Gotisierende Gußeisengitter und zwei klassizistische Adlerfiguren auf Torpfeilern zieren den Eingangsbereich der Anlage.
Das Schloß ist eine dreiflügelige hufeisenförmige Anlage mit Mansarddächern um den Ehrenhof herum. Die Front zur Hofseite ist eher schlicht. Dagegen ist die Gartenfront durch Pilastergliederung und eine Portalgruppe mit Rundgiebel hervorgehoben. Darüber hinaus ziert Figurenschmuck die Giebelseite. Von der früheren Innenausstattung ist nichts mehr erhalten.

Vom Schloß aus führt eine Freitreppe in einen kleinen Park, der im 19. Jahrhundert im Stil eines Englischen Gartens umgewandelt wurde. Bei einem Spaziergang durch den Park begegnet man einem reichen Bestand an seltenen exotischen Baumarten.

Freizeitmöglichkeiten

Der gut ausgebaute Mosel-Fahrradweg ermöglicht von Trier-Quint aus Ausflüge entlang der Mosel in beiden Richtungen. Flußabwärts geht es nach Issel und Schweich. Hier kann man über eine Brücke die andere Moselseite bei Longuich-Kirsch erreichen. Moselaufwärts geht es ins benachbarte Trier-Ehrang mit Burg Ramstein und weiter nach Trier-Pfalzel und Trier-Biewer.
Lohnenswert ist auch ein Fahrradausflug ins Kylltal, das bei Trier-Ehrang ins Moseltal ausläuft, bis hinauf zur Burg Ramstein. Selbstverständlich bietet sich das Kylltal auch für Wanderungen an. Kurzwanderungen sind unter anderem entlang des Quintbaches möglich.

Infos zur Moselschiffahrt: www.gruppentickets.de www.ausflugsdampfer.de www.partyschiff.biz www.bordparty.biz

Trier an der Mosel | Porta Nigra | Amphitheather | Kaiserthermen | Palastaula | Kurfürstliches Palais | Dom St. Peter | Liebfrauenkirche | Marktkirche St. Gangolf | Hauptmarkt Marktplatz | Kloster St. Matthias | Stiftskirche St. Paulin | Simeonstift | Biewer | Pfalzel | Ruwer | Ehrang | Burg Ramstein | Kenn | Quint

1 Von Trier nach Bernkastel-Kues Mittelmosel

Moseltouren Ein Internet-Reiseführer

 

 

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Ein Internet-Reiseführer

1 Von Trier an der Mosel nach Bernkastel-Kues
Mittelmosel

1.01 Trier an der Mosel
1.01a Porta Nigra
1.01b Amphitheather
1.01c Kaiserthermen
1.01d Palastaula
1.01e Kurfürstliches Palais
1.01f Dom St. Peter
1.01g Liebfrauenkirche
1.01h Marktkirche St. Gangolf
1.01i Hauptmarkt Marktplatz
1.01j Kloster St. Matthias
1.01k Stiftskirche St. Paulin
1.01l  Simeonstift
1.02 Trier-Biewer
1.03 Trier-Pfalzel
1.04 Trier-Ruwer
1.05 Trier-Ehrang
1.05a Burg Ramstein
1.06 Kenn
1.07 Trier-Quint
1.08 Schweich-Issel
1.09 Schweich
1.10 Longuich-Kirsch
1.11 Riol
1.12 Mehring
1.13 Pölich
1.14 Schleich
1.15 Detzem
1.16 Ensch
1.17 Thörnich
1.18 Klüsserath
1.19 Köwerich
1.20 Leiwen
1.21 Trittenheim
1.22 Neumagen-Dhron
1.23 Piesport-Niederemmel
1.24 Piesport
1.24a Wallfahrtskirche
und Kloster Klausen

1.25 Minheim
1.26 Wintrich
1.27 Kesten
1.28 Brauneberg-Filzen
1.29 Neu Filzen
1.30 Brauneberg
1.31 Mülheim (Mosel)
1.32 Veldenz
1.33 Burgruine Veldenz
1.34 Maring-Noviand
1.35 Lieser
1.36 Bernkastel-Kues-Andel

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