1.16 Ensch an der Mosel Kinderspielplatz Reiten Trier Wassersport Koblenz keltisch  Grillhütte Reitstall Kloster alte Piesport Enscher St. Martin Grundherrschaft St. Paulin wandern Mehring Rhein Villa Eifel Mädchenschule Ortsname Bernkastel-Kues Schweich Gemeindehaus Bekond Geschichte Longuich Paulus

1.16 Ensch

Der kleine Weinort Ensch mit knapp 500 Einwohnern liegt am linken Moselufer in waldreicher Umgebung. Weinlagen befinden sich am Gleithang zur Mosel und im Kahlbachtal, einem Seitental der Mosel. Die Entfernung nach Trier beträgt etwa 27 km, nach Bernkastel-Kues ca. 34 km. Die Mosel legt von Ensch bis zu ihrer Mündung in den Rhein am Deutsches Eck in Koblenz eine Strecke von 165 km zurück. Verwaltungsmäßig gehört Ensch zur Verbandsgemeinde Schweich und zum Landkreis Trier-Saarburg. Der Enscher Moselwein reift in den Weinlagen "Mühlenberg", "St. Martin" und "Sonnenlay". Sie gehören zur Großlage "St. Michael", zu der auch die Weinlagen der Moselorte Mehring, Pölich, Schleich, Detzem, Thörnich, Klüsserath, Köwerich und Leiwen gehören. 

Der Bereich, der sich zum Dorfzentrum entwickelt hat, befindet sich heute in südlicher Randlage. Er wird überragt von der Pfarrkirche St. Martin. Neben dem Gotteshaus stehen zwei für die Ortsgeschichte bedeutsame Gebäude, der Hof des Stifts St. Paulin und die ehemalige Schule, die heute als Gemeindehaus dient.

Zur Geschichte

Der Ortsname geht zurück auf das keltisch-römische Wort "Anciacum", was nichts anderes als der Hof des Ancius bedeutet. Am nordwestlichen Dorfrand wurden Reste einer römischen Siedlung entdeckt, darunter die Trümmer einer ausgedehnten Villa am Hang des Kahlenbachs. Ensch weist demnach eine rund 2000jährige Geschichte auf. 

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Ensch im Jahre 893. Über einen Teil des Ortes erlangte die Abtei St. Paulin aus Trier die Grundherrschaft. Sie bestand neben der Grundherrschaft des Erzstiftes Trier. Aber auch das Kloster Prüm besaß hier in früher Zeit Rechte. Über Weingüter, Weinberge und andere Besitztümer verfügten darüber hinaus das Stift St. Simeon aus Trier, das Kloster St. Maximin und das Kloster Klausen

Die erste Martinskirche in Ensch wurde 1227 erwähnt und 1350 als Halbmutterkirche bezeichnet. Sie stand auf der Höhe zwischen Ensch und Schweich. Ein Neubau, der 1736 geweiht wurde befand sich südlich oberhalb des Ortes. Nachweislich gab es auch eine Nikolauskapelle, die jedoch im 17. Jahrhundert verfiel. Im 19. Jahrhundert erhielt Ensch eine neue Pfarrkirche. Zu dieser Zeit gehörte der Ort, wie schon zuvor während der französischen Besatzung, zur Bürgermeisterei Mehring. 1875 wurde eine Mädchenschule errichtet, die 1912/13 zu einem neuen Schulhaus ausgebaut wurde.

Pfarrkirche St. Martin

Die katholische Pfarrkirche St. Martin wurde in den Jahren 1838/39 im klassizistischen Stil erbaut. In den fünfseitig geschlossenen Saalbau ist ein Fassadenturm einbezogen. Den Turm krönt ein achtseitger Pyramidenhelm. An der Giebelseite führt ein schmuckes Sandsteinportal ins Innere der Kirche.
Der Kirchenraum ist durch Pilaster gegliedert, auf denen eine Kassettendecke ruht. Die Glasbildfenster im Schiff zeigen die acht Seligkeiten und die im Chor die Geburt und Kreuzigung Christi sowie Darstellungen der Heiligen Martin und Nikolaus.

Die Ausstattung stammt fast einheitlich aus der Erbauungszeit. Am Hochaltar flankieren Figuren der Apostelfürsten Petrus und Paulus den Tabernakel. Den oberen Abschluß bildet eine figürliche Kreuzigungsgruppe. Hervorzuheben sind auch die Steinkanzel und der Taufstein.

Vor der Kirche steht seitlich des Portals ein Sandstein-Bildstock aus dem Jahre 1693. Im Aufsatz ist der gegeißelte Christus zu erkennen. In einer Nische am Schaft ist Petrus mit Schwert und Hahn dargestellt. Der Bildstock ist Teil eines ehemaligen Stationenweges, zu dem auch das Kreuz auf dem Höhenausläufer südlich des Ortes gehört.

Bei der Kirche wurde 1936 ein Kriegerdenkmal errichtet. Auf dem Sockel hält ein sterbender Soldat die Erinnerung an die Gefallenen der Kriege wach. Am Sockel ist eine Reliefdarstellung des mantelteilenden Soldaten St. Martin zu sehen.

Von den sehenswerten Häusern in Ensch sind besonders das Kelterhaus und das "Alte Backes" (Backhaus) erwähnenswert. Einen Besuch lohnt in jedem Fall auch das kleine Dorfmuseum mit einer Ausstellung gut erhaltener landwirtschaftlicher Geräte.

Tourismusangebote

Ensch bietet einiges, was zu einem erholsamen und zugleich erlebnisreichen Aufenthalt gehört. Mitten im Ort können die Kleinen sich auf einem Kinderspielplatz die Zeit vertreiben.

Bei Spaziergängen und Wanderungen durch den Ort und seine Umgebung trifft man an verschiedenen Stellen auf kleine religiöse Denkmäler wie Bildstöcke oder Wegekreuze. Ziele von Wanderungen könnten unter anderem die Grillhütte, das Wassertretbecken oder der Sauerbunnen im Kautenbachtal sein. Ein alter Volksbrauch in Ensch ist das Brunnenreinigen der dortigen Mineralquelle. Wer beim Wandern gleichzeitig auch etwas für die Bildung tun möchte, kann zwischen einer Weinwanderung auf dem Weinlehrpfad sowie einer Wanderung aud dem Waldlehrpfad oder dem Vogelschutzlehrpfad wählen.

Mit dem Fahrrad kann man von Ensch aus moselabwärts nach Klüsserath oder Trittenheim fahren. Allerdings muß man hierfür die Bundesstraße benutzen. Reizvoller ist vielleicht eine Fahrt in die andere Richtung nach Schleich, Pölich oder Mehring bzw. der Mosel-Fahrradweg auf der gegenüberliegenden Seite. Auch ein Rundweg mit den äußeren Punkten Thörnich im Norden und Mehring im Süden ist möglich.

Zum weiteren Angebot für sportliche Betätigungen gehören Wassersport, Reiten und Golfen. In Ensch gibt es einen Reitstall. Auf der Höhe zwischen Ensch und Bekond in der Eifel befindet sich eine Golfplatzanlage.

Infos zur Moselschiffahrt: www.gruppentickets.de www.ausflugsdampfer.de www.partyschiff.biz www.bordparty.biz

Jedes Jahr an Ostermontag findet in Ensch eine naturkundliche Osterwanderung statt. Am letzten Wochenende im Juli ist auf dem Enscher Weinfest Fröhlichkeit und gute Stimmung angesagt.

1 Von Trier nach Bernkastel-Kues Mittelmosel

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1 Von Trier an der Mosel nach Bernkastel-Kues
Mittelmosel

1.01 Trier an der Mosel
1.01a Porta Nigra
1.01b Amphitheather
1.01c Kaiserthermen
1.01d Palastaula
1.01e Kurfürstliches Palais
1.01f Dom St. Peter
1.01g Liebfrauenkirche
1.01h Marktkirche St. Gangolf
1.01i Hauptmarkt Marktplatz
1.01j Kloster St. Matthias
1.01k Stiftskirche St. Paulin
1.01l  Simeonstift
1.02 Trier-Biewer
1.03 Trier-Pfalzel
1.04 Trier-Ruwer
1.05 Trier-Ehrang
1.05a Burg Ramstein
1.06 Kenn
1.07 Trier-Quint
1.08 Schweich-Issel
1.09 Schweich
1.10 Longuich-Kirsch
1.11 Riol
1.12 Mehring
1.13 Pölich
1.14 Schleich
1.15 Detzem
1.16 Ensch
1.17 Thörnich
1.18 Klüsserath
1.19 Köwerich
1.20 Leiwen
1.21 Trittenheim
1.22 Neumagen-Dhron
1.23 Piesport-Niederemmel
1.24 Piesport
1.24a Wallfahrtskirche
und Kloster Klausen

1.25 Minheim
1.26 Wintrich
1.27 Kesten
1.28 Brauneberg-Filzen
1.29 Neu Filzen
1.30 Brauneberg
1.31 Mülheim (Mosel)
1.32 Veldenz
1.33 Burgruine Veldenz
1.34 Maring-Noviand
1.35 Lieser
1.36 Bernkastel-Kues-Andel

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