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1.01f Dom St. Peter in Trier an der Mosel

Der Dom zu Trier ist die älteste Bischofskirche in Deutschland und zählt zu den ältesten und bedeutendsten sakralen Werken deutscher und abendländischer Baukunst. Vom Hauptmarkt aus sind es nur wenige Meter bis zum von herrschaftlichen Barockbauten umgebenen Domfreihof. Von dort hat man eine eindrucksvolle Sicht auf die Westfassade des ehrwürdigen Gotteshauses.

Zur Geschichte

Grabungen in der Nachkriegszeit (nach 1945) haben ergeben, daß bereits unter Kaiser Konstantin (306 bis 336) eine Doppelkirchenanlage erbaut worden ist. Der Überlieferung nach schenkte die hl. Helena, die Mutter Kaiser Konstantins, Bischof Agritius ihren Palast in Trier für die Errichtung einer Kathedrale. Unter der Vierung des Doms fand man Reste eines Prunksaales, der vermutlich zu dem kaiserlichen Palast gehörte. Der Baubeginn der Doppelkirchenanlage fällt in die Zeit nach 326. Aus dieser Anlage erwuchs durch wiederholten Umbau und Einbeziehung der im Mittelalter zerstörten Vorhöfe die heutige Gruppe aus Dom und der mit ihm durch einen Kreuzgang verbundenen Liebfrauenkirche.

Aus nicht näher bekannten Gründen ließ Kaiser Gratian (375 bis 383) die Kathedrale Kaiser Konstantins teilweise wieder abreißen und durch einen Neubau über den alten Fundamentresten ersetzen. Es entstand ein Quadratbau von rund 40 m Seitenlänge, dessen Umfassungsmauern bis in einer Höhe von 25 m im heutigen Dom erhalten sind. Die Flachdecke der Hallenkirche wurde von 18 m hohen Säulen mit Marmorkapitellen getragen. In der Mitte befand sich ein bühnenartiger Aufbau, auf dem möglicherweise ein Reliquienschrein seinen Platz hatte. Das westliche Langhaus der konstantinischen Doppelkirche blieb bestehen.

Nach der Zerstörung des Gotteshauses durch die Franken im 5. Jahrhundert blieb der Quadratbau zunächst eine Ruine. Lediglich der erwähnte Aufbau wurde als eigene kleine Rundkirche wiederhergestellt. Erst Bischof Niketius (525 bis 566) setze den Quadratbau wieder instand. Die Granitsäulen wurden durch Kalksteinsäulen ersetzt. Das Reststück einer Granitsäule liegt heute als sogenannter Domstein vor dem Südwestportal des heutigen Doms.s Nach erneuter Zerstörung durch die Normannen im Jahre 882 mußte der Gottesdienst im Dom eingestellt werden. Über hundert Jahre später ließ Erzbischof Egbert (977 bis 993) den Quadratbau erneuern und begann mit dem Neubau einer dreischiffigen Pfeilerkirche anstelle des früheren westlichen Langhauses. Mit dem Tod Egberts wurden die Arbeiten jedoch eingestellt.

Die entscheidende Bauperiode für das heutige Erscheinungsbild des Domes war in den Jahren 1038 bis 1078 unter Erzbischof Poppo (1016 bis 1047) und seinen Nachfolgern, Erzbischof Eberhard (1047 bis 1066) und Erzbischof Udo (1066 bis 1078). Zunächst wurde das von Erzbischof Egbert begonnene Langhaus wieder abgebrochen. In die Amtszeit Poppos fielen die Errichtung des Nordwestpfeilers des Langhauses sowie der Bau des Erdgeschosses des Nordwestturms und der Westfront bis in Höhe der zweiten Galerie, einschließlich des Westchores. Nach einer Bauunterbrechung von sechs Jahren vollendete Erzbischof Eberhard den Nordwestturm. Nach einer weiteren Pause von fast 20 Jahren ließ Erzbischof Udo in einer Bauzeit von nur zwei Jahren den Südwestturm errichten. Die Krypta unter der Westapsis wurde nachträglich eingebaut. Das genaue Datum ist aber nicht bekannt. Eine für das Jahr 1121 überlieferte Weihe des Westchores setzt aber die Existenz der Krypta voraus. Der Ostchor mit der dazugehörigen Krypta kam erst im 12. Jahrhundert hinzu. Das Ergebnis war einer der prächtigsten Bauwerke salischer Baukunst. 1196 fand die Weihe des Hochaltars im Ostchor statt.

Die wichtigsten Bau- bzw. Umbaumaßnahmen in den folgenden Jahrhunderten waren die Einwölbung des Chores und des Langhauses unter Erzbischof Theoderich (1212 bis 1243), die gotische Umgestaltung der Obergeschosse der Osttürme unter Erzbischof Balduin von Luxemburg (1307 bis 1354) und die Erhöhung des Südwestturms um ein Geschoß unter Erzbischof Richard von Greiffenclau (1511 bis 1531) als Antwort auf die Erhöhung des Turms der benachbarten Marktkirche St. Gangolf sowie die barocke Umgestaltung durch Hofbaumeister Hans Georg Judas mit dem Einbau eines Querhauses und der Schaffung von Lichtwänden über den Gewölben der Seitenschiffe im 18. Jahrhundert.

Mit dem Einmarsch französischer Revolutionstruppen 1794 in Trier wurde der Dom profaniert und bis 1801 als Privatmagazin genutzt. Erst unter dem von den Franzosen eingesetzten Bischof Mannay wurde er 1802 wieder seiner eigentlichen Bestimmung übergeben. Mehrere Restaurierungs- und Renovierungsmaßnahmen bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts verliehen dem Dom auch im Innern sein heutiges Gepräge.

Der Kirchenbau

Der Dom St. Peter in seiner heutigen Form weist eine Gesamtlänge von 95 m auf. Davon entfallen ca. 40 m auf den römischen Quadratbau (4. Jahrhundert), ca. 35 m auf die frühromanische Erweiterung (11. Jahrhundert) und der Rest auf den spätromanischen Ostchor bzw. die Westapsis. Die Langhausbreite beträgt 38 m. Seit der Erhöhung des Südwestturmes im frühen 16. Jahrhundert ist der Dom wieder bis heute das höchste Gebäude der Trierer Kernstadt.

Die Westfront, eine kraftvoll bewegte, monumentale Baugruppe, stammt mit Ausnahme des obersten Geschosses des Südwestturms und seines achtseitigen Spitzhelms ganz aus dem 11. Jahrhundert. Sie erweckt den Eindruck eines gewaltigen römischen Torbaus. Das Mauerwerk besteht aus Kalkstein im Wechsel mit Ziegelschichten und dunklen Sandsteinquadern, für die das Amphitheater als Steinbruch diente. Über den ersten Seitenschiffjochen erheben sich zu beiden Seiten die viereckigen Glockentürme, an deren Ecken zwei runde Treppentürme vorspringen. In den Glockentürmen sind auf jeder Seite zwei Paar Schallarkaden zu sehen. Das oberste Geschoß des Südwestturms ist mit Maßwerköffnungen versehen. Der Nordwestturm schließt nach oben mit einem vierseitigen Zeltdach ab. Den Untergeschossen der Glockentürme ist eine Arkadenarchitektur mit der Westapsis vorgesetzt. Letztere ist kein eigener Bauteil sondern in die Fassade integriert. Zwischen der Apsis in der Mitte und den Treppentürmen stehen zwei mächtige Blendbogentore, in die kleine, schlichte Portale eingeschnitten sind. Darüber befinden sich in zwei Geschossen flache Laufgänge, die sich nach außen in Arkaden auf Säulchen öffnen. Über dem Kegeldach der Apsis erhebt sich der Dreiecksgiebel des Mittelschiffes.

Die Vierung, also der östliche Bereich des Langhauses, mit je drei Seitenschiffjochen ist im Kern römisch. Der westliche Teil mit je zwei Seitenschiffjochen und die Pfeiler sind frühromanisch. Interessant ist der rhythmische Wechsel von kurzen und langen Jochen sowie deren außerordentliche Weite. Die Höhenunterschiede zwischen Mittelschiff und Seitenschiff entstanden erst durch die spätromanische Einwölbung im 13. Jahrhundert. Die Formen des barocken Querschiffs sind den spätromanischen des Langhauses angeglichen. Die großen Fenstergruppen an den Stirnwänden der im 18. Jahrhundert neu geschaffenen Kreuzarme sowie die Lichtwände über den Seitenschiffgewölben begünstigen einen stärkeren Lichteinfall als zu früheren Zeiten.

Der spätromanische Ostchor bildet zusammen mit den gotischen Osttürmen und der barocken Schatzkammer eine reich gestaltete Baugruppe. Die Chorwände sind außen viergeschossig. Über dem Untergeschoß prägen große Rundbogenfenster das Hauptgeschoß. Das Zwischengeschoß ist mit kleineren Fenstern versehen. Den Abschluß bildet eine kreuzgewölbte Zwerggalerie, die sich in Arkadenpaaren mit Säulengruppen nach außen öffnet. Im Innern weist der Chor die Breite des Mittelschiffes auf. Durch Stufen unterteilt, ist er bühnenartig hervorgehoben. Den Westabschluß bildet ein schmiedeeisernes Chorgitter, das den 1725 abgebrochenen Lettner ersetzt. Die Rahmen der Rundbogenfenster ruhen auf Doppelsäulchen, die sich in den Gewölberippen fortsetzen. Darüber ziert ein Kranz aus Drillingsarkaden das oberste Geschoß. Die mittlere Arkade ist als Fenster geöffnet. In die Osttürme sind gewölbte Seitenchöre und Emporenkapellen eingebaut.

Die älteste der drei Krypten des Doms zu Trier ist die von Erzbischof Poppo vor 1036 in den römischen Quadratbau eingebaute Ostkrypta. Nachdem sie um 1200 zugeschüttet worden war, wurde sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts wieder freigelegt und restauriert. Sie ist dreischiffig gegliedert, wobei das Mittelschiff etwa doppelt so groß wie die Seitenschiffe ist. Das um 1900 rekonstruierte Deckengewölbe wird von viereckigen Pfeilern getragen. Die Westkrypta unter dem Westchor stammt aus dem Ende des 11. oder Anfang des 12. Jahrhunderts. Sie ist als Hallenkapelle gestaltet, die von einem Kreuzgratgewölbe überspannt wird. Die Säulen schließen mit Würfelkapitellen ab. Heute dient die Westkrypta als Bischofsgruft. Die spätromanische Krypta unter dem Ostchor wurde um 1160 errichtet. Sie ist dreischiffig und wird von einem Kreuzgratgewölbe überspannt. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist sie durch zwei Durchgänge in der Westwand mit der frühromanischen Krypta verbunden.

Ausstattung

Die reiche und ungewöhnlich gut erhaltene Ausstattung des Doms St. Peter nimmt einen hohen künstlerischen Rang ein. Im Ostchor erhebt sich über dem Säulenpodest des Hochaltars eine marmorne Fassade aus dem ausgehenden 17. Jahrhundert. Das Werk Johann Wolfgang Fröhlichers aus Solothurn in der Schweiz leuchtet in schimmerndem Glanz. Im Zentrum strahlt eine prächtige, von Englein getragene Monstranz. Die Figuren in der Bekrönung stellen die Heiligen Eucharius, Valerius und Maternus dar. Sie werden flankiert von Johannes dem Täufer und Johannes dem Evangelisten. Das 1787 aus der Mainzer Karthause überführte Chorgestühl ist mit prachtvollen Intarsien geschmückt. Der bischöfliche Thron ist ein Werk des Bruders Bernhard Rosenast, das er um 1780 als Abtsstuhl für das Kloster Himmerod in der Eifel schuf. Nach der Aufhebung der Abtei kam der Thron 1802 in den Dom nach Trier. Eine breite Treppenanlage, an deren Aufgänge die Marmorfiguren Kaiser Konstantins und seiner Mutter, der hl. Helena grüßen, führt Besucher und Wallfahrer zu der sogenannten Heilstumkammer hinter dem Hochaltar, in der die bedeutendste Reliquie des Doms zu Trier aufbewahrt wird: der Heilige Rock.

Der Heilige Rock gilt als das ungenähte Gewand Christi. Er ist 1.47 m lang und mit den Ärmeln 1,58 m breit. Nach biblischen Berichten haben die römischen Soldaten nach der Kreuzigung die Tunika Jesu verlost, damit sie als Ganzes erhalten bleibe. Nach Trier gelangte sie durch die hl. Helena, die 327 bei einer Pilgerfahrt in Jerusalem Reliquien des Heilandes (Kreuz, Dornenkrone, Nägel, Rock usw.) sammelte und die Schätze auf die Hauptstädte des Römischen Reiches verteilte. Den Heiligen Rock brachte sie nach Trier.
Der Besitz wichtiger Reliquien bedeutete in der Antike und vor allem im Mittelalter einen großen Statusgewinn für eine Stadt und den Landesherrn. Da die Ehrfurcht vor einem Heiligtum sehr groß war, blieb der Heilige Rock fast 870 Jahre unter Verschluß, bis 1196 der Erzbischof von Trier den Schrein öffnen ließ, um sich Gewißheit über die Reliquie zu verschaffen. Der Überlieferung nach soll der Kirchenfürst beim Anblick des Gewandes erblindet sein. Schnell wurde der Heilige Rock wieder eingemauert.
Erst als Kaiser Maximilian auf dem letzten großen Reichstag 1512 Trier besuchte, wurde der Schrein erneut geöffnet und der Heilige Rock erstmals öffentlich gezeigt. Seitdem fanden mehr oder weniger regelmäßig Zeigungen statt. Im 20. Jahrhundert gab es drei solche Ereignisse in den Jahren 1933, 1956 und 1996.
Immer wieder wurde die Echtheit des Heiligen Rocks bezweifelt. Für die Kirche ist die Reliquie jedoch in erster Linie ein Symbol. Die Frage nach der Authenzität tritt daher in den Hintergrund. Tatsache ist, daß der Heilige Rock jedes Jahr zahlreiche Wallfahrer nach Trier lockt.

Der Westchor macht einen heiteren und hellen Eindruck. Das Gewölbe schmücken Stukkaturen von 1668 mit Darstellungen der Trinität (Dreifaltigkeit) und der Aufnahme Mariens in den Himmel sowie Engelsfiguren. In der Mitte des Chores steht der marmorne Sarkophag des Erzbischofs und Kurfürsten Balduin von Luxemburg († 1354). Der ehemalige Säulenbaldachin darüber wurde bei der Restaurierung 1969 entfernt und im ersten Obergeschoß des Nordwestturmes wiederaufgebaut. Ihr fiel auch die Marmorverkleidung der Seitenwände zum Opfer. Schon früher entfernt wurden der doppelseitige Grabaltar des Kurfürsten Karl Kaspar von der Leyen am Choreingang (Anfang des 19. Jahrhunderts) und die 1832 errichtete Orgeltribüne (1905).

An den Langhauspfeilern und in den Seitenschiffen befinden sich weitere Grabmäler bzw. Grabaltäre. Der Grabaltar für Erzbischof Richard von Greiffenclau († 1531) an der entgegengesetzten Seite der Kanzel zeigt einen edlen Frührenaissancestil. Unter einem Kruzifix knien der Stifter mit Petrus, Magdalena und Helena. Bekrönt wird der Altar von dem von Greifen gehaltenen Wappen des Kurfürsten. Rechts vom Toreingang steht das Grabmal für Erzbischof Johannes III. von Metzenhausen († 1540). Hoheitsvoll präsentiert sich die Figur des kunstliebenden Kirchenfürsten in vollem Ornat und mit gefalteten Händen. In den Seitennischen sind die Figuren der Apostel Petrus und Paulus zu erkennen. Die Bekrönung entwickelt sich aus gestaffelt angeordneten Heiligenfiguren, über denen Christus als Schmerzensmann thront. An der Südwand des südlichen Querschiffs befinden sich unter anderem das als Gruppe zusammengefaßte Grabdenkmal für die Erzbischöfe Udo († 1078), Egilbert († 1101) und Bruno († 1124) sowie das Denkmal für Erzbischof Albero († 1153).

Die beiden Altäre südlich und nördlich des Ostchores, der Johannesaltar und der Dreifaltigkeitsaltar sind Werke von Joseph Walter aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Sie wurden anstelle zweier älterer Altäre von Hans Ruprecht Hoffmann aufgestellt, die durch einen Brand von 1717 zerstört worden waren. Beide weisen einen dreiteiligen Aufbau auf. Sie dienen zugleich auch als Grabaltar für Erzbischof Jakob von Eltz († 1581), dessen Porträt sich heute im Bischöflichen Museum befindet, und für Erzbischof Johann von Schönenburg († 1599). Der Johannesaltar vereinigt ein Relief der Taufe Christi durch Johannes, der hinauf zu Gottvater schaut, mit der Marienkrönung mit ihren ausdrucksvollen Figuren und der Figur des Täufers in der Bekrönung. Im Mittelpunkt des Dreifaltigkeitsaltars steht eine Darstellung der göttlichen Trinität. Darüber hinaus zieren ihn Reliefs der Kreuztragung und ein Auferstehungsbild.

Beachtung verdienen auch der Auferstehungsaltar und Grabaltar für Erzbischof Georg von Schönborn († 1756) mit dem auferstandenen Christus über dem emporblickenden Kurfürsten, das Grabmal für Erzbischof Johann Philipp von Walderdorff († 1768) mit einer Marmorfigur des ruhenden Kirchenfürsten, der Allerheiligenaltar und Grabaltar für Erzbischof Lothar von Metternich († 1623) mit dem vor dem Allerheiligenbild knienden Stifter, einer Michaelsfigur und Passionsszenen in den beiden äußeren Seitenfeldern sowie die beiden als Gegenstücke gedachten Altäre Kreuzaltar mit einer Kreuzigungsszene und Dreifaltigkeitsaltar, zugleich Grabaltar für Erzbischof Johann Hugo von Orsbeck († 1711),  mit der Anbetung durch die Heiligen Drei Könige.

Der zwischen 1723 und 1725 angebaute Raum südlich des Ostchores dient als Marienkapelle. Die Stuckreliefs an der Nordwand zeigen mit der Verkündigung, Heimsuchung und Geburt Christi Szenen aus dem Marienleben. Den Altar schmückt eine süddeutsche Muttergottes. Das Gegenstück zur Marienkapelle bildet auf nördlicher Seite die um 1200 errichtete ehemalige Schatzkammer.

Die Domkanzel wurde zwischen 1570 und 1572 errichtet. Sie ist ein frühes Werk von Hans Ruprecht Hoffmann. Sehr geschickt sind das Treppenportal mit reichem Wappenaufsatz, die Treppenbrüstung mit Reliefs der Bergpredigt und des Jüngsten Gerichts und die Kanzel selbst mit den Evangelisten am Sockelfuß, einer Darstellung der fünf Sinne am Sockel und sechs Reliefs mit den Werken der Barmherzigkeit am Kanzelbecken zu einer dekorativen Einheit um den gewaltigen Pfeiler zusammengefügt.

Dom und benachbarte Liebfrauenkirche sind durch den im 13. Jahrhundert errichteten Domkreuzgang miteinander verbunden. Er bildet mit seinen stimmungsvollen architektonischen Bildern einen Platz der Stille und der Besinnung. Die rechteckige Anlage weist mit ihren Rundbogenarkaden einheitlich frühgotische Formen auf. Die Nordwestecke ziert eine Muttergottes auf einer Konsole mit wappentragenden Engeln. Zu Füßen der Statue befindet sich das Grab des Stifters und Domdechanten Edmund von Malberg. Daneben ist eine Totenleuchte zu sehen. Darüber hinaus beherbergt der Kreuzgang einige sehenswerte Epitaphe. Im Westflügel steht die sogenannte Weihbischofskapelle, die früher wahrscheinlich dem hl. Paulus geweiht war. Weitere Kapitelbauten sind der Badische Bau im Nordflügel und das Propinatorium (Umtrunksraum) im Ostflügel.

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